Der FC Bayern hat einen herben Rückschlag hinnehmen müssen: Luis Díaz, der 28-jährige Offensiv-Star, wurde von der UEFA nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Paris Saint-Germain am 4. November für drei Spiele gesperrt. Dies berichtet Bild.de. Die Entscheidung kam für die Verantwortlichen der Münchner überraschend, gingen sie doch ursprünglich davon aus, dass es sich nur um eine einspielige Sperre handeln würde. Coach Vincent Kompany und Sportdirektor Christoph Freund äußerten sich optimistisch, bevor die UEFA die lange Sperre aussprach.
Díaz, der in dieser Saison wettbewerbsübergreifend bereits elf Tore und fünf Assists erzielen konnte, wird in den kommenden Spielen gegen Arsenal London, Sporting CP und Royale Union Saint-Gilloise fehlen. Bis er wieder auf dem Platz stehen kann, wird er keine Chance haben, seine beeindruckende Bilanz weiter auszubauen. Seine Auszeit beträgt somit gut zweieinhalb Monate, bis er am 28. Januar 2024 gegen PSV Eindhoven in der Champions-League zurückkehren darf, wie auch die New York Times berichtet.
Die Umstände der Sperre
Die Szene, die zur Roten Karte führte, sorgte bereits während des Spiels für viel Diskussion. Díaz hatte den PSG-Verteidiger Achraf Hakimi in der Nachspielzeit der ersten Hälfte heftig gefoult. Zunächst wurde der Kolumbianer mit Gelb bestraft, doch die Entscheidung änderte sich nach einer Überprüfung durch den Video-Assistenten, als Hakimi sich schwer verletzt hatte und aufgrund einer Sprunggelenksverletzung seitdem nicht mehr auf dem Platz steht. Diese als „ernsthaft grobes Spiel“ eingestufte Aktion führte letztlich zur dreispieligen Sperre für Díaz.
Die Verantwortlichen des Bayern München haben bereits angekündigt, gegen das UEFA-Urteil vorzugehen. Sie fordern die offizielle Begründung der Sperre, um eine mögliche Abmilderung der Strafe zu erreichen. Laut der aktuellen Situation könnte der Verein auch auf die Unterstützung der Fans setzen, die sich schnell hinter das Team und ihren Star stellen.
Die Auswirkungen auf den FC Bayern
Die Sperre trifft den FC Bayern in einer entscheidenden Phase der Champions-League. Momentan befinden sich die Münchner auf dem ersten Platz der Gruppenphase, ungeschlagen mit vier Siegen aus vier Spielen und einem knappen Vorsprung auf Arsenal und Inter Mailand. Die fehlenden Torgefahren von Díaz werden eine Herausforderung für das Team darstellen, da der Spieler im bisherigen Verlauf der Saison bewiesen hat, wie wichtig er für den Angriff des Teams ist – sechs Treffer und vier Vorlagen in nur zehn Bundesliga-Partien nach seinem Wechsel von Liverpool in den Sommer, wie aus den Statistiken auf Transfermarkt.de deutlich wird.
Wie sich die Situation um Luis Díaz und die anstehenden Spiele entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die Bayern werden alles daran setzen, um das Maximum aus dieser schwierigen Situation herauszuholen und die Champions-League weiterhin anzuführen.



