Warnstreiks im Uniklinikum Erlangen: Patientensicherheit in Gefahr!

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Warnstreiks am Uniklinikum Erlangen am 26./27. Januar 2026 fordern höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen.

Warnstreiks am Uniklinikum Erlangen am 26./27. Januar 2026 fordern höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen.
Warnstreiks am Uniklinikum Erlangen am 26./27. Januar 2026 fordern höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen.

Warnstreiks im Uniklinikum Erlangen: Patientensicherheit in Gefahr!

Was passiert in der Welt der Beschäftigten im Gesundheitswesen? Nach einer ausbleibenden Einigung in den aktuellen Tarifverhandlungen kündigt die Gewerkschaft ver.di erneut Warnstreiks an. Am 26. und 27. Januar 2026 werden die Beschäftigten des Uniklinikums Erlangen von den Arbeitsniederlegungen betroffen sein, wie uk-erlangen.de berichtet. Die Warnstreiks richten sich gegen die unzureichenden Gehaltsangebote, die seit Dezember 2025 ohne positives Ergebnis diskutiert werden.

Streikberechtigt sind allerdings nur die Angestellten, die nicht zum Ärztlichen Dienst oder zu den verbeamteten Mitarbeitern gehören. Dies bedeutet, dass viele Beschäftigte ihre Stimme erheben werden, um ihre Forderungen nach einer Gehaltserhöhung von 7% und mindestens 300 Euro mehr pro Monat geltend zu machen. Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro, der ärztliche Direktor des Uniklinikums, zeigt Verständnis für die Gehaltsforderungen und die Situation der Mitarbeitenden, die im Vergleich zu kommunalen Krankenhäusern weniger verdienen.

Notfallversorgung gesichert

Dank einer Notdienstvereinbarung wird jedoch sichergestellt, dass die Versorgung von Patientinnen und Patienten in Notfällen und sensiblen Bereichen wie Intensivstationen, Geburtshilfe, Kinderklinik und Onkologie gewährleistet bleibt. Dennoch müssen die betroffenen Einrichtungen, wie das Uniklinikum Erlangen, während der zwei Streiktage mit möglicher Verschiebung von planbaren Untersuchungen und Behandlungen rechnen.

Die aktuellen Streikankündigungen sind Teil einer größeren Bewegung im öffentlichen Dienst der Länder, bei der bis Mitte Februar zusätzliche Warnstreiks geplant sind. Diese umfassen unter anderem auch Unikliniken, Schulen und Finanzämter, was zeigt, dass die Unzufriedenheit in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes groß ist. Laut zeit.de haben die Gewerkschaften, allen voran ver.di und der Deutsche Beamtenbund (DBB), den Druck auf die Arbeitgeber erhöht, und der DBB-Chef Volker Geyer betont die Dringlichkeit, jetzt zu handeln.

Hintergrund und weitere Verhandlungen

Die Tarifverhandlungen, die für 2,2 Millionen Beschäftigte der Länder im Gange sind, stehen seit Dezember 2025 auf der Kippe. Die zweite Verhandlungsrunde, die am 15. und 16. Januar stattfand, brachte keine Einigung, was die Entschlossenheit der Gewerkschaften nur verstärkte. Ein möglicher Kostendruck von 12,6 Milliarden Euro wird von den Arbeitgebern genannt, selbst wenn sie ein Angebot unterbreiten, das eine Lohnsteigerung von knapp über der Inflationsrate über 29 Monate vorsieht. Der Vorschlag sieht eine Erhöhung in drei Stufen über drei Haushaltsjahre hinweg vor, die jedoch bei den Beschäftigten auf wenig Begeisterung stößt.

Ein weiterer Verhandlungstermin, der für den 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam ansteht, könnte den Weg für eine Einigung ebnen. Hessen wird ab dem 27. Februar in Wiesbaden separat verhandeln und könnte ebenfalls ähnliche Forderungen anbringen, wie die anderen Bundesländer.

Wer mehr Informationen benötigt, kann sich an Johannes Eissing unter der Telefonnummer 09131 85-36102 oder per E-Mail an presse(at)uk-erlangen.de wenden. Die kommenden Tage werden entscheidend dafür sein, ob die Beschäftigten ihre Gehaltsforderungen durchsetzen können und wie sich die Situation im öffentlichen Dienst weiter entwickelt.