Tanzalarm! Frohgemut für kranke Kinder – Freunde bringen Freude ins Klinikkindzimmer
Am 12.06.2025 besuchten verkleidete Freunde die Kinderklinik Erlangen, um mit Musik und Tanz Freude zu schenken.

Tanzalarm! Frohgemut für kranke Kinder – Freunde bringen Freude ins Klinikkindzimmer
In der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen herrschte am 12. Juni 2025 ausgelassene Stimmung. Im Foyer ertönte der fröhliche Mitmachsong „Tschu Tschu Wa“, und die vier Freunde Stephan Kortmann, Silvio Rossmann, Jochen Löffelmann und Markus Birkel sorgten für gute Laune bei den kleinen Patienten. Nach anderthalb Jahren der Abstinenz kehrten die Freunde zurück, verkleidet als Bob der Baumeister, Ferkel und Happy Hippo, und brachten mit ihrer bunten Erscheinung ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder.
Die Begleitung durch fröhliche Musik aus einer Soundbox sowie die aktive Teilnahme der Eltern, des Pflegepersonals und des Erzieherteams machten das Event zu einem besonderen Erlebnis. Das Hauptziel? Den kranken Kindern und Jugendlichen Freude zu bereiten und einen Moment der Unbeschwertheit in den Klinikalltag zu bringen. Marion Müller, die leitende Erzieherin der Kinderklinik, äußerte sich dankbar über den Besuch, der die Atmosphäre spürbar auflockerte. „Es ist wichtig, Freude in die schweren Zeiten zu bringen,“ betonte sie.
Musik und ihre heilende Kraft
Die Bedeutung von Musik für die Entwicklung und das Wohlbefinden von Kindern kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Bereits im Mutterleib ist der Hörsinn einer der ersten Sinne, die sich entwickeln. Die Klänge, die das Kind dort wahrnimmt, bieten Sicherheit und fördern die Gehirnentwicklung, wie die Insel Klinik berichtet. Doch insbesondere frühgeborene Kinder, die in intensivmedizinischen Umgebungen mit lauten Maschinen konfrontiert werden, können durch gezielte Musiktherapie unterstützt werden. Diese Therapie bietet eine wertvolle Möglichkeit, Überreizung zu vermeiden und eine beruhigende Umgebung zu schaffen.
In der Neonatologie wird Musik eingesetzt, um den kleinen Patienten zu helfen, sich zu entspannen, ruhiger zu atmen und besser zu schlafen. Diese Form der Therapie fördert nicht nur das Kindeswohl, sondern bietet auch Eltern die Möglichkeit, eine Bindung zu ihrem Kind aufzubauen, indem sie mit ihm sprechen, summen oder singen. Eine wertvolle Erkenntnis, die Marion Müller erneut unterstrich, als sie die positive Wirkung der Musik betonte.
Musik für die kognitive Entwicklung
Doch nicht nur in der Klinik spielt Musik eine wichtige Rolle. Auf Power Child wird das breite Spektrum an positiven Effekten von Musikunterricht auf die kognitive Entwicklung von Kindern hervorgehoben. Studien zeigen, dass Musik das verbale und visuelle Gedächtnis sowie die sprachlichen Fähigkeiten verbessert. Zudem trägt aktives Musizieren zur Förderung sozialer Kompetenzen und Konfliktlösungsstrategien bei. Die frühe Musikerziehung hat einen bedeutenden Einfluss und kann das Durchhaltevermögen sowie die Kreativität der Kinder stärken.
Dopamin, das bei Freude und Erfolg im Musikunterricht freigesetzt wird, spielt eine ebenso zentrale Rolle. So unterstützt Musik nicht nur die emotionale Entwicklung, sondern wirkt sich auch positiv auf die neuronalen Verbindungen im Gehirn aus. Bereits vor der Geburt beginnen Kinder, musikalische Wahrnehmungen zu entwickeln, was die Grundlage für eine lebenslange Beziehung zur Musik und ihre heilende Kraft legt. Die Kombination aus Musizierung und Therapie schafft nicht nur Freude, sondern kann auch wichtig für die psychische und physische Gesundheit sein.
So bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen wie das fröhliche Musizieren im Foyer des Uniklinikums Erlangen weiterhin Bestand haben. Sie sind ein Lichtblick für die kleinen Patienten und ihre Familien – und ein Zeichen, dass Musik in jedem Lebensbereich eine unverzichtbare Rolle spielt.