Stellenabbau bei Valeo: 158 Jobs in Erlangen in Gefahr!

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Valeo plant erheblichen Stellenabbau in Erlangen, über 100 Mitarbeitende betroffen. Grund: hohe Wettbewerbsdruck und Zentralisierung.

Valeo plant erheblichen Stellenabbau in Erlangen, über 100 Mitarbeitende betroffen. Grund: hohe Wettbewerbsdruck und Zentralisierung.
Valeo plant erheblichen Stellenabbau in Erlangen, über 100 Mitarbeitende betroffen. Grund: hohe Wettbewerbsdruck und Zentralisierung.

Stellenabbau bei Valeo: 158 Jobs in Erlangen in Gefahr!

Die Nachrichten aus Erlangen sorgen für großes Aufsehen: Der Autozulieferer Valeo hat angekündigt, über 158 Stellen in Erlangen abzubauen. Dies ist Teil eines umfassenden Plans, der auch die Schließung des Standorts in Bad Neustadt sowie die Schließung der Entwicklungsabteilung in Ebern umfasst. Wie nn.de berichtet, sind insgesamt mehr als 100 Mitarbeitende in Erlangen von den Entlassungen betroffen. In der Valeo Power Division arbeiteten dort am Ende des vergangenen Jahres rund 660 Mitarbeiter.

Der Grund für den drastischen Schritt? Eine angespannt Industrie- und Wettbewerbssituation. Valeo plant, seine Forschung und Entwicklung in Europa zu zentralisieren, wobei Erlangen als Hauptstandort in Deutschland hervorgehoben wird. In Bad Neustadt, wo zum Jahreswechsel noch 183 Menschen beschäftigt waren, verlieren 143 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Lediglich 40 Mitarbeitenden wird ein Wechsel nach Erlangen angeboten, während die Situation in Ebern noch kritischer ist: 134 Stellen fallen dort weg, 37 Mitarbeitende können weiterhin in Erlangen bleiben, wie nordbayern.de berichtet.

Regionale Reaktionen

Die Reaktion auf diese Entscheidung ist deutlich: Die IG Metall übt scharfe Kritik und bezeichnet die Schließung als „Skandal“ und „Schock“ für die Belegschaft. Auch Landrat Thomas Habermann bezeichnet den Verlust der Stellen als „schweren Schlag für die Region“ und betont, dass er sich um Zukunftsperspektiven für die betroffenen Mitarbeiter*innen kümmern will.

Ein genaues Datum für die Schließungen steht noch aus, wesentliche Schritte könnten allerdings im laufenden Jahr erfolgen. Diese Unsicherheit trägt zur Verunsicherung bei den Beschäftigten in der Region bei.

Die Lage der Autoindustrie

Doch nicht nur Valeo ist von der angespannten Situation betroffen. Die gesamte deutsche Automobilbranche steht unter Druck. Laut deutschlandfunk.de wird erwartet, dass die Branche weiter schrumpft. Allein bei Volkswagen sollen bis 2030 insgesamt 35.000 Arbeitsplätze wegfallen. Auch andere Unternehmen wie Bosch und Schaeffler planen massive Stellenstreichungen. Der Wandel zur Elektromobilität, der den Umstieg von traditionellen Verbrennungsmotoren auf neue Technologien erfordert, hat die Branche vor große Herausforderungen gestellt.

Trotz steigender Verkaufszahlen bei Elektrofahrzeugen ist die E-Mobilität in Deutschland noch nicht richtig angekommen. Bislang sind fast 30 Millionen Benziner und 13,8 Millionen Dieselfahrzeuge auf den Straßen unterwegs, während die Zahl der Elektroautos nur bei 1,6 Millionen liegt. Der Mangel an Kaufanreizen und einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur macht es den Herstellern schwer, den Wechsel vollziehen zu können.

Die Entwicklungen in der Autoindustrie werfen große Schatten auf die Beschäftigten. Mentale Druck und wirtschaftliche Unsicherheit nehmen zu, während die Branche versucht, auf die neue Realität zu reagieren. Die geplanten Maßnahmen von Valeo sind nicht nur ein unternehmerischer Schritt, sondern auch ein deutliches Zeichen für die Herausforderungen, die auf die Arbeitnehmer warten. Die Hoffnung bleibt, dass Lösungen gefunden werden, die sowohl den Beschäftigten als auch der regionalen Wirtschaft zugutekommen.