Erste Patientenlotsinnen in Erlangen: Unterstützung für Krebspatienten!

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Erlangen: Patientenlotsinnen unterstützen Krebspatienten seit 2020 bei der Bewältigung ihrer Erkrankung und verbessern deren Lebensqualität.

Erlangen: Patientenlotsinnen unterstützen Krebspatienten seit 2020 bei der Bewältigung ihrer Erkrankung und verbessern deren Lebensqualität.
Erlangen: Patientenlotsinnen unterstützen Krebspatienten seit 2020 bei der Bewältigung ihrer Erkrankung und verbessern deren Lebensqualität.

Erste Patientenlotsinnen in Erlangen: Unterstützung für Krebspatienten!

In einem bemerkenswerten Schritt zur Verbesserung der Versorgung von Krebspatienten hat das Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN seit August 2020 mit der Einführung von Patientenlotsinnen begonnen. Die erste Patientenlotsin, Elke Putzek-Holzapfel, hat seitdem großen Einfluss auf die Unterstützung von Betroffenen genommen. Das Projekt, ursprünglich als Pilot gedacht, hat sich mittlerweile fest etabliert, und das Team umfasst mittlerweile sieben engagierte Lotsinnen. Diese sind in nahezu allen onkologischen Einrichtungen des Uniklinikums Erlangen aktiv und bieten ihre Unterstützung kostenfrei an. Ziel dieser Initiative ist es, die Lebensqualität von Krebspatienten durch individuelle Beratung, professionelle Begleitung und emotionale Unterstützung zu steigern, wie uk-erlangen.de berichtet.

Die Begleitung durch die Patientenlotsinnen umfasst nicht nur die Unterstützung bei Arztgesprächen, sondern auch Hilfe beim Ausfüllen von Formularen und den Zugang zu evidenzbasierten Informationen. Flexible Begleitungen, die sich nach den individuellen Bedürfnissen der Patienten richten, sind ein Kernaspekt des Angebots. So hatten im Jahr 2024 knapp 2.000 Krebspatienten Kontakt zu einer Lotsin, wobei jede:r im Durchschnitt an vier Gesprächen teilnahm, die jeweils etwa 20 Minuten dauerten. Ein bedeutender Fortschritt stellte die Einführung der Lotsinnen dar, die als Meilenstein für die patientenzentrierte Versorgung gelten. Außerdem wurde das Team im Jahr 2024 mit dem Bayerischen Krebspatienten-Preis ausgezeichnet, was die Wirksamkeit des Konzepts zusätzlich unterstreicht.

Die Rolle der Onkolotsen

Krebspatient:innen durchleben oft einen herausfordernden Prozess, der von Therapieüberlegungen bis hin zu alltäglichen Herausforderungen reicht. Hier kommen die Onkolots:innen ins Spiel – speziell ausgebildete Begleitpersonen, die nicht nur Patienten, sondern auch deren Angehörige während der Behandlung unterstützen. Diese Onkolots:innen helfen, sich im oft unübersichtlichen Gesundheitssystem zurechtzufinden, und bieten Hilfe bei medizinischen, organisatorischen sowie psychosozialen Fragen, wie daskrebsportal.de hervorhebt.

Zu den Aufgaben der Onkolotsen zählen unter anderem die Koordination von Terminen und die Kommunikation mit Ärzt:innen. Sie vermitteln verständliche Informationen über die Erkrankung und Therapieoptionen und bieten nicht zuletzt emotionale Unterstützung in schwierigen Zeiten. Viele Patienten fühlen sich in der hektischen Klinik-Umgebung oft verloren und schätzen die Stabilität und Klärung, die ihnen die Onkolots:innen bieten. Die Erfahrungen zeigen, dass diese Begleitpersonen eine wichtige Ergänzung zur klassischen medizinischen Betreuung darstellen.

Ein Blick in die Zukunft

Es ist evident, dass die psychoonkologische Versorgung in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt. Diverse Projekte in verschiedenen Universitätskliniken, wie etwa an der Charité in Berlin oder dem Universitätsklinikum Leipzig, erforschen konkrete Unterstützungsbedarfe von Patienten und deren Angehörigen, um die Versorgung weiter zu optimieren. So berichtete krebshilfe.de über zahlreiche förderungswürdige Projekte, die darauf abzielen, die psychoonkologische Unterstützung systematisch zu verbessern und spezifische Bedarfe gezielt zu adressieren.

Mit einem ständigen Wachstum und der Einführung weiterer Lotsinnen – wie aktuell in der Strahlenklinik seit November 2025 – zeigt sich, dass das Konzept der Patientenlotsen nicht nur eine vorübergehende Maßnahme ist, sondern einen wichtigen Schritt in die zukunftsorientierte, patientenzentrierte Versorgung darstellt.