Im Dezember 2025 organisierten die Familien Rackelmann und Zehner in Weingarts, einer kleinen Gemeinde in Kunreuth, einen ganz besonderen Christbaumverkauf. Bei dieser festlichen Veranstaltung wurden nicht nur wunderschöne Bäume angeboten, sondern auch Speisen und Getränke auf Spendenbasis. Die Einnahmen des Tages sollten der Kinderonkologie des Uniklinikums Erlangen zugutekommen. Diese Initiative war besonders bedeutend, da Cecilia Erlwein, ein vierjähriges Mädchen mit einem seltenen Immundefekt, in dieser Klinik erfolgreich behandelt wurde.

Verena Zehner, eine der Organisatoren, erklärte, dass die Familien die wertvolle Arbeit in der Kinderklinik unterstützen wollten, weil sie die Familie Erlwein und die Krankengeschichte von Cecilia gut kannten. Im Herbst 2025 hatte die Dorfgemeinschaft bereits eine Spendenaktion gestartet, die das Fundament für diesen neuen Erfolg legte. Bei der neuesten Aktion kam eine beeindruckende Summe von insgesamt 3.345 Euro zusammen. Dr. Nora Naumann-Bartsch, Oberärztin im Bereich Knochenmarktransplantation, äußerte sich sehr positiv über die Spende. Sie betonte, dass die Mittel in altersgerechte Lern- und Beschäftigungsangebote für die jungen Patienten fließen sollen, die oft lange in Behandlung sind und psychosoziale Unterstützung benötigen. Solche Angebote werden leider nicht von den Krankenkassen bezahlt, was die Wichtigkeit dieser privaten Initiative unterstreicht.

Weitere Unterstützung für betroffene Familien

Die Aktionen in Weingarts sind Teil eines größeren Engagements, das sich in der Region entfaltet. Beispielsweise fand kürzlich in Kauernhofen eine Nikolausaktion statt, bei der Kinder mit einem Traktor und in festlicher Kleidung überrascht wurden. Solche Veranstaltungen tragen ebenfalls dazu bei, die Gemeinschaft zu mobilisieren und Spenden für verschiedene soziale Zwecke zu sammeln. Weitere Informationen zu dieser Nikolausaktion sind auf der Webseite der Medizinischen Fakultät der FAU zu finden.

In Deutschland werden jährlich rund 2.000 Kinder und Jugendliche mit Krebs diagnostiziert. Die Diagnose stellt für betroffene Familien eine enorme medizinische, emotionale und soziale Herausforderung dar. Hier kommen pädiatrische Onkologie-Selbsthilfegruppen ins Spiel, die Unterstützung für Eltern, Kinder und Angehörige anbieten. Diese Gruppen sind gemeinnützige oder klinikunterstützte Zusammenschlüsse von Familien mit krebskranken Kindern und bieten eine Vielzahl von Angeboten an, darunter emotionale Unterstützung, praktische Tipps für den Alltag sowie Freizeitangebote. Die Teilnahme an diesen Gruppen ist freiwillig und vertraulich, und sie werden teilweise von Fachpersonal wie Psychologen begleitet.

Die Herausforderungen, vor denen diese Selbsthilfegruppen stehen, sind vielfältig. Dazu gehören die Nachwuchsförderung, die Sicherstellung finanzieller Mittel und die digitale Kommunikation. In den letzten Jahren werden zunehmend hybride Modelle entwickelt, die es auch schwer erreichbaren Familien ermöglichen, an den Treffen teilzunehmen. Studien zeigen, dass der Austausch in Selbsthilfegruppen das psychische Wohlbefinden der Familien erheblich verbessert. Für die betroffenen Kinder bieten kreative Angebote und neue Freundschaften eine wichtige Ablenkung und Unterstützung während der schwierigen Zeiten in der Behandlung. Selbsthilfegruppen sind somit ein unverzichtbarer Bestandteil der psychosozialen Versorgung in der Kinderkrebsbehandlung und zeigen, wie wichtig es ist, dass Gemeinschaften zusammenkommen, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Für weitere Informationen über die wertvolle Arbeit der Selbsthilfegruppen in Deutschland besuchen Sie bitte die Webseite der Krebspflege.