Bergkirchweih in Erlangen: Chaos und Unfälle prägen den Feierabend!
Erlangen, 12.06.2025: Polizei-Bericht zur Bergkirchweih und Verkehrsunfällen. Weniger Besucher, vereinzelt Zwischenfälle.

Bergkirchweih in Erlangen: Chaos und Unfälle prägen den Feierabend!
Die Bergkirchweih in Erlangen, die am 12. Juni 2025 bereits in die siebte Runde geht, zeigt sich wettertechnisch von ihrer besten Seite: Die Sonne lacht und der Regen hält sich fern. Trotz dieser idealen Bedingungen bleibt die Besucherzahl am Nachmittag und Abend hinter den Erwartungen zurück. Die Spitzenzeit gibt es mit 75% Auslastung auf dem Festgelände und in den Kellern, während der Abstrom vom Berggelände bereits um 22:30 Uhr einsetzt. Zu dieser Stunde sind fast alle Gäste bis 23:30 Uhr verschwunden. Am beliebten Bürgermeistersteg sind jedoch noch rund 500 Feiernde anzutreffen, von denen eine Person mit einer Musikbox und einem DJ-Pult für hohe Lautstärke sorgt, aber nach einer Ansprache der Behörden Einsicht zeigt.
Die After-Berg-Feierlichkeiten verlagern sich vor allem in die Innenstadt, wo jedoch lediglich noch etwa 200 Personen feieren. Hier zeigt sich ein rascher Rückgang der Besucherzahlen, der auch mit der ruhigeren Stimmung an den Veranstaltungsorten zusammenhängt. Besonders bemerkenswert: Im Berggebiet und angrenzenden Stadtteilen gab es keine größeren, polizeirelevanten Vorkommnisse, die den fröhlichen Anlass trüben könnten, wie Wiesentbote berichtet.
Unfälle und Risiken
Doch nicht alles bleibt friedlich in und um die Erlanger Bergkirchweih. In der Nacht vom 11. auf den 12. Juni kommt es in der Umgebung zu zwei Unfällen mit alkoholisierte Fahrradfahrern, die in Möhrendorf und Baiersdorf stürzen. Ein 66-jähriger Mann sowie ein 25-Jähriger müssen sich einer Blutentnahme unterziehen. In beiden Fällen wird ein Strafverfahren eingeleitet. Das Thema Drogen wird ebenfalls brisant: Ein 52-jähriger Pkw-Fahrer wird kontrolliert und zeigt drogentypische Auffälligkeiten. Er muss ebenfalls mit einer Blutentnahme rechnen Nordbayern.
Doch die Vorfälle hören hier nicht auf. Ein schwerer Verkehrsunfall in Heßdorf, der einen 84-jährigen Pkw-Fahrer betrifft, fordert große Aufmerksamkeit: Er übersieht beim Überholen einen Lkw, sodass es zu einem Frontalzusammenstoß kommt. Der Pkw-Fahrer wird dabei schwer verletzt und muss von den Rettungskräften geborgen werden; der Lkw-Fahrer bleibt jedoch unverletzt.
Trotz der Hürden eine positive Bilanz
Die Polizei zieht eine insgesamt positive Bilanz zum Auftakt der Bergkirchweih, auch wenn es vereinzelt zu Streitigkeiten und Körperverletzungen kam, die meist im alkoholisierenden Kontext standen. Ein Streit zwischen zwei Frauen um eine Sitzgelegenheit eskalierte, und einige alkoholauffällige Männer gerieten in der Goethestraße aneinander. Hierbei ereilte einen 24-Jährigen eine Augenverletzung, während ein Kopfstoß zwischen Kontrahenten in der Fußgängerzone eine Platzwunde zur Folge hatte. Schlimmer noch war eine Auseinandersetzung von zwei Besuchergruppen, die zu einer medizinischen Behandlung eines 37-Jährigen in der Klinik führte. Laut inFranken wurden auch fünf betrunkene Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr gezogen, darunter mit einem bemerkenswerten Promillewert von 2,46 bei einer Radfahrerin.
Die Bergkirchweih zielt darauf ab, den Besuchern einige unbeschwerte Tage zu bieten, doch während der Feiereien gibt es besondere Herausforderungen für die Polizei. Freilich haben sie mit unerwarteten Situationen zu kämpfen, beispielsweise durch junge Männer, die unangenehme Aufmerksamkeit auf sich ziehen, indem sie vor einem Club Hitlergrüße zeigen. Solche Vorfälle fügen dem positiven Gesamtbild einen unschönen Strich hinzu und zeigen, dass wir weiterhin wachsam bleiben müssen.
Die Festivalbesucher hoffen, dass der Rest der Feierlichkeiten ruhig und fröhlich verläuft und dass man die schönen Seiten der Bergkirchweih genießen kann, ohne in die negativen Episoden verwickelt zu werden.