Am Mittwochmorgen kam es auf der A3 bei Erlangen zu einem dramatischen Unfall, bei dem eine achtköpfige Familie aus dem Landkreis Passau betroffen war. Der VW-Bus, den der 46-jährige Vater lenkte, geriet nach einer riskanten Überholsituation ins Schlingern. Laut einem Bericht von BR wurde er von einem anderen Fahrzeug geschnitten, was zu einem Aufprall gegen die Mittelschutzplanke führte. Der VW-Bus überschlug sich, prallte über alle drei Fahrspuren und kippte schließlich auf die rechte Seite.
Das Unglück ereignete sich zwischen der Anschlussstelle Erlangen-Tennenlohe und dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen, etwa gegen 8 Uhr, als die Familie in Fahrtrichtung Würzburg unterwegs war. Glücklicherweise konnten der Vater und die sechs Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren das Fahrzeug trotz der prekären Lage selbstständig verlässt. Die 45-jährige Mutter hingegen war aufgrund der Position des Fahrzeugs eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden, wie Tag24 berichtet, der ebenfalls auf die Situation hinweist: Tag24 beschreibt, dass die Familie schließlich mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde.
Rettungskräfte im Einsatz
Die Rettungskräfte waren schnell am Unfallort. Ein Großaufgebot, darunter auch zwei Rettungshubschrauber, kümmerte sich um die Betroffenen. Die A3 war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten für eineinhalb Stunden in Fahrtrichtung Würzburg komplett gesperrt, was zu einem erheblichen Verkehrsaufkommen und Stau ab Kreuz Nürnberg-Nord führte. Verkehrsteilnehmer mussten mit bis zu einer Stunde Zeitverlust rechnen.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Es wird angegeben, dass das Fahrzeug, welches den VW-Bus geschnitten hat, eine Ravensburger Zulassung besitzen soll. Der Sachschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt, was angesichts der dramatischen Umstände eher gering erscheint.
Der Vorfall hat bei Besuchern und Anwohnern der A3 für große Besorgnis gesorgt. Solche gefährlichen Manöver im Straßenverkehr können für alle Beteiligten fatale Folgen haben und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.