Am späten Sonntagabend, dem 28. Dezember 2025, sorgte eine Verfolgungsjagd auf der A3 im Kreis Erlangen-Höchstadt für Aufregung. Gegen 23 Uhr wollte die Polizei einen VW Golf an der Anschlussstelle Höchstadt-Ost kontrollieren. Obwohl die Beamten mit einem Lichtsignal zur Anhaltung aufforderten, folgte der Fahrer zunächst. Kurz vor der Abfahrt wechselte er jedoch zurück auf die Hauptfahrbahn und beschleunigte rasant auf bis zu 200 km/h, wie inFranken berichtet.
Die Polizei ließ sich jedoch nicht abschütteln und hielt den VW im Bereich der Rastanlage Steigerwald schließlich an. Obwohl der 24-jährige Fahrer zunächst nicht stoppen wollte, gab er seine Flucht schließlich auf. Bei der Kontrolle stellte die Polizei fest, dass der Fahrer nicht im Besitz eines Führerscheins war. Ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie wegen eines unerlaubten Kraftfahrzeugrennens wurde eingeleitet.
Verstöße bei Verkehrskontrollen
Doch nicht nur diese Verfolgungsjagd sorgte für Schlagzeilen. Eine weitere Verkehrskontrolle auf der A3 in der Nähe von Höchstadt a.d. Aisch offenbarte ein ganzes Sammelsurium an Verstößen. Ein 29-jähriger Fahrer wurde gebustet, weil er mit 121 km/h durch eine Baustelle brauste, wo lediglich 80 km/h erlaubt sind, wie Merkur berichtet.
Bei dieser Kontrolle stellten die Beamten zudem fest: Das Auto war überbesetzt, denn sieben Personen fuhren in einem Fahrzeug, das nur fünf Plätze hatte. Besonders besorgniserregend war, dass drei Kinder im Alter von ein, drei und neun Jahren ohne Sicherheitsgurt zwischen den Erwachsenen saßen. Darüber hinaus kamen weitere unerfreuliche Entdeckungen ans Licht: Im Fahrzeuginneren wurden gefälschte Handys, Smartwatches und Kopfhörer als „billige Plagiate“ ausgemacht. Die Sachlage zeigt, dass es auf den bayerischen Straßen oft noch nachzubessern gibt.
Die Wichtigkeit regelmäßiger Kontrollen
Zusätzlich verdeutlicht die Statistik der Verkehrskontrollen, welche Ungereimtheiten in der Verkehrssicherheit existieren. Ab 2024 wird eine umfassende Überarbeitung der Ergebnisse des Verkehrskontrolldienstes stattfinden, die in eine neue Darstellung und mehr technische Neuerungen münden soll, wie BAUm darlegt.
Diese Überarbeitung zielt darauf ab, dem Zusammenwachsen des ehemaligen Mautkontrolldienstes und des Straßenkontrolldienstes Rechnung zu tragen und künftig eine differenzierte Granularität bei den Ergebnissen zu ermöglichen. Die Genauigkeit dieser Kontrollen wird somit steigen und die Statistiken werden ein klareres Bild der Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen zeichnen.