In den letzten Tagen gab es in Herzogenaurach und Umgebung einige bemerkenswerte Vorfälle, die einen Einblick in die jüngste Kriminalität in der Region geben. Am 7. November 2025 betraten eine Gruppe von jungen Männern, bestehend aus einem 12- bis 14-jährigen Albaner, Russen und Syrern, einen Discounter in Herzogenaurach. Diese Gruppe hat Lebensmittel im Wert von knapp 7 Euro entwendet. Als ein Mitarbeiter versuchte, sie aufzuhalten, wurden zwei der Täter gewalttätig und schlugen auf ihn ein. Dadurch gelang der Flucht eines Teils der Gruppe. Der 14-jährige, der als Haupttäter gilt, muss sich nun wegen räuberischen Diebstahls verantworten, wie Wiesentbote berichtet.
Doch nicht nur in Herzogenaurach sorgt die Kriminalität für Schlagzeilen. Ein grauer VW-Pkw wurde am 4. November 2025 auf einem Parkplatz am Marktplatz in Mühlhausen angefahren. Der Verursacher entfernte sich, ohne den Schaden, der auf etwa 1.500 Euro geschätzt wird, zu melden. Hier haben die Ermittlungen aufgrund des unerlaubten Entfernens vom Unfallort bereits begonnen; Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer 09193/63940 entgegen.
Graffiti und Diebstahl im Gewerbering
Am selben Tag, dem 7. November, wurde in Höchstadt an der Aisch ein 24-jähriger Deutscher sowie eine 23-jährige Deutsche von einem Passanten beim Besprühen von Graffitis am Skateplatz beobachtet. Die beiden wurden von der Polizei vor Ort angetroffen, wobei eine schwarze Spraydose in unmittelbarer Nähe gefunden wurde. Auch hier wird gegen die beiden wegen Sachbeschädigung ermittelt.
Ebenfalls am 6. November, zwischen 22:35 und 22:40 Uhr, wurde ein Verkaufsautomat im Gewerbering Ziel von Unbekannten, die mehrere Waren entwendeten. Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen und bittet um Hinweise unter der gleichen Telefonnummer.
Kurzfristige Kriminalitätsentwicklung und Statistiken
Die aktuelle Kriminalitätsentwicklung in Deutschland lässt sich nur schwer beurteilen. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamts gab es 2024 einen Rückgang der Straftaten um 1,7 % auf rund 5,84 Millionen. Ein wesentlicher Grund für diesen Rückgang waren weniger Cannabis-Delikte, die aufgrund der Teillegalisierung seit April 2024 seltener geworden sind. Dennoch nehmen Straftaten, die das Sicherheitsgefühl der Menschen beeinträchtigen, zu. Die Statistik erfasst lediglich die von der Polizei bekannt gewordenen Straftaten, was zu einem sogenannten Dunkelfeld führt – ein Begriff für Verbrechen, die nicht angezeigt werden.
Die häufigsten Straftaten im Jahr 2024 waren Diebstahl, Vermögens- und Fälschungsdelikte sowie Rohheitsdelikte. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der nichtdeutschen Tatverdächtigen, der laut Statista auf 41,8 % gestiegen ist.
Wer sich für die Entwicklung der Kriminalität in Deutschland interessiert, könnte sich auch fragen, wie diese Vorfälle in Herzogenaurach und Umgebung einzuordnen sind. Wichtig ist es, die Augen offen zu halten und bei Verdacht die Polizei zu informieren. Nur so kann das Sicherheitsgefühl in der Gemeinde gefördert und Kriminalität zurückgedrängt werden.