Heute ist der 13.02.2026 und die Region Erlangen-Höchstadt sieht sich einer ernsten Hochwasserlage gegenüber. Besonders im Aischgrund hat die Aisch im Bereich von Adelsdorf die Meldestufe 3 erreicht. Dies bedeutet, dass hier eine erhebliche Überschwemmungsgefahr besteht. Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Parkplätze und Baustellen sind von Hochwasser betroffen, und zahlreiche Fotos aus den betroffenen Gebieten wurden veröffentlicht, um das Ausmaß der Situation zu dokumentieren. Weitere Informationen zu dieser Situation finden sich auf der Webseite des Fränkischen Tag.
Doch die Hochwasserwarnungen beschränken sich nicht nur auf Erlangen-Höchstadt. In ganz Franken steigen die Pegelstände, was in mehreren Regionen zu Warnungen führt. Im Kreis und in der Stadt Ansbach etwa wurden die Pegelstände an verschiedenen Orten wie Mitteldachstetten und Oberheßbach mit Meldestufe 1 registriert. Auch der Kreis Bad Kissingen ist betroffen, wo der Pegel am Bad Kissingen Golfplatz knapp unter Meldestufe 2 liegt. In Bamberg hingegen erreichen die Pegel an mehreren Stellen Meldestufe 3, was die Situation dort besonders kritisch macht. Diese Informationen sind unter anderem auf der Webseite von inFranken zu finden.
Aktuelle Hochwasserwarnungen in Franken
Die aktuelle Hochwasserlage betrifft auch den Kreis und die Stadt Bayreuth, wo Meldestufe 1 am Pegel Bayreuth / Roter Main gemessen wurde. In Coburg hat der Pegel Schenkenau / Itz Meldestufe 3 erreicht, was die Ernsthaftigkeit der Lage unterstreicht. In Erlangen-Höchstadt wurde im Pegel Greiendorf / Aisch die Meldestufe 3 registriert, was sowohl Anwohner als auch Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. Auch der Kreis Forchheim meldet eine kritische Lage mit Meldestufe 3 am Pegel Laufermühle / Aisch. In der Stadt Erlangen sind bereits Geh- und Radwege aufgrund gestiegener Wasserstände gesperrt, insbesondere in den Bereichen entlang der Regnitz und Aurach.
Die roten Warnstufen für Bamberg und Coburg zeigen, dass die Pegelstände weiter steigen und weitere Regenfälle in der Region erwartet werden. Dies könnte die Situation in den kommenden Stunden noch verschärfen.
Hochwasser als globale Herausforderung
Hochwasser sind nicht nur ein lokales Problem, sondern gehören weltweit zu den häufigsten Naturkatastrophen. Seit 2000 verursachten sie fast 37 Prozent aller Naturkatastrophen. Der Klimawandel spielt hierbei eine wichtige Rolle, da eine wärmere Atmosphäre mehr Wasser speichern kann und somit zu höheren Niederschlagsmengen und häufigeren Starkregenereignissen führt. In Deutschland sind etwa 7,6 Prozent aller Adressen einem statistischen Hochwasserrisiko ausgesetzt, und rund 400.000 Einwohner:innen sind in den kommenden Jahren von Hochwasser bedroht, insbesondere entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse. Diese Fakten werden durch das Zonierungssystem des Bundes deutscher Versicherer belegt, wie auf Statista nachzulesen ist.
Die Hochwasserereignisse der letzten Jahre, wie die verheerende Flutkatastrophe im Juli 2021, haben die Verwundbarkeit von Infrastrukturen und Gesellschaft gegenüber extremen Wetterlagen verdeutlicht. Ein konsequenter Ausbau des Hochwasserschutzes und die Berücksichtigung natürlicher Rückhalteräume sind notwendig, um zukünftige Schäden zu minimieren und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.