In Erlangen steht der Bürgerentscheid „Wohnraum erhalten“ auf der Agenda, der nicht nur die Stadtbewohner, sondern auch die lokale Politik in Atem hält. Am 15. Februar 2026 wurde bekannt, dass der Planungsausschuss die Umsetzung des Bebauungsplans im Klinikviertel vertagt hat. Diese Entscheidung wirft Fragen auf, insbesondere in Bezug auf den Schutz bestehender Wohnheime und die Weiterentwicklung des Uniklinikums, die ebenfalls Teil der Diskussion ist. Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie den Artikel auf nn.de nachlesen.

Der Bürgerentscheid selbst fand am Sonntag, dem 29. Juni 2025, statt und thematisierte die Nutzung eines Geländes im Klinikviertel sowie den Masterplan des Uniklinikums Erlangen. Dabei wurde nicht nur die Gesundheitsversorgung in der Stadt und Region in den Fokus gerückt, sondern auch die potenziellen Folgen der ja-Sager-Kampagne, die laut Uniklinikum den Klinikstandort gefährden könnte. Interessanterweise betont das Uniklinikum, dass durch die geplanten Klinikneubauten kein Wohnraum verloren geht, was eine zentrale Sorge der Bürger darstellt.

Einblicke in die Pläne des Uniklinikums

Um den Bürgern die Pläne für zukünftige Spitzenversorgung und Spitzenforschung näherzubringen, veranstaltete das Uniklinikum Erlangen am Freitag, dem 27. Juni 2025, einen Rundgang. Teilnehmer wie Dr. Florian Janik, der Oberbürgermeister, und Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro, der ärztliche Direktor, standen den interessierten Bürgern Rede und Antwort. Treffpunkt für diesen informativen Rundgang war der Maximiliansplatz an der Ecke Ulmenweg.

Die Bürgerforschung gewinnt in diesem Zusammenhang zunehmend an Bedeutung, wie auch in einer Publikation des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervorgehoben wird. Diese Forschung könnte eine Schlüsselrolle in der Stadtentwicklung übernehmen, indem sie Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Erhebung von umweltrelevanten Daten und die Beobachtung von Ökosystemen einbindet. Es gibt bereits Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung, die jedoch in der Stadtentwicklung bisher untergeordnet waren. Ziel ist es, die Akzeptanz städtischer Maßnahmen zu erhöhen und die Komplexität städtischer Aufgaben zu sensibilisieren.

Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung

In der aktuellen Diskussion um den Bürgerentscheid in Erlangen wird deutlich, dass Bürgerforschung auch in der Stadtentwicklung einen Mehrwert bieten kann. Durch die Einbindung der Bürger in die Forschungs- und Entwicklungsprozesse können neue Perspektiven und Lösungen erarbeitet werden. Die Erkenntnisse aus solchen Projekten könnten nicht nur zur Verbesserung der kommunalen Praxis beitragen, sondern auch den Bürgern selbst ermöglichen, aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt mitzuwirken.

Für weitere Informationen zur Bürgerforschung und deren Rolle in der Stadtentwicklung empfiehlt sich die Publikation „Citizen Science – Bürgerforschung in der Stadtentwicklung“, herausgegeben vom BBSR, die umfassende Einblicke in das Thema gibt. Die Details dazu finden Sie unter bbsr.bund.de.