In Erding haben Mitarbeitende der Stadt eine bemerkenswerte Spende von 1.000 Euro an den Förderverein des Klinikums Landkreis Erding übergeben. Diese Summe stammt aus dem Erlös einer Tombola, die während der Adventsfeier veranstaltet wurde, sowie dem Verkauf eines von den Mitarbeitenden gestalteten Kochbuchs. Die Spende wird der Auszubildendenstation EILA (Erding Integrierte Lern- und Ausbildungsstation) des Klinikums zugutekommen, wo sie für die Anschaffung von Lehr-, Lern- und Prüfungsliteratur sowie eines Druckluftventils für COPD-Patienten verwendet wird. Landrat Martin Bayerstorfer würdigte das Engagement der städtischen Mitarbeitenden und hob die Bedeutung der Pflegeausbildung hervor (Quelle).
Die Auszubildendenstation EILA existiert seit März 2025 und stellt einen bedeutenden Schritt in der praxisnahen Pflegeausbildung dar. Sie ermöglicht es angehenden Pflegefachkräften, den Stationsalltag eigenständig zu organisieren. Dabei werden die Auszubildenden von erfahrenen Pflegefachkräften und Praxisanleitern begleitet. Aktuell bereitet sich das Team auf die Abschlussklassen vor, die im März und April auf der Station eingesetzt werden. Am 27. Februar findet ein Einführungstag mit Reanimationstraining und Insellernen statt, der den Auszubildenden einen optimalen Start in ihre Praxisphase ermöglicht.
Ein Meilenstein in der Pflegeausbildung
Die EILA-Station ist in die bestehende Station 2B, die sich auf Kardiologie und Pulmologie konzentriert, integriert und umfasst die Zimmer 239 bis 244 sowie ein eigenes Stationszimmer. Die Projektleitung hat Alina Reuther übernommen, die seit über zehn Jahren am Klinikum tätig ist und Pflegepädagogik studiert hat. Durch EILA wird das bestehende Praxisprogramm „Auszubildende leiten eine Station“ weiterentwickelt. Die Auszubildenden übernehmen unter Anleitung erfahrener Praxisanleiter wesentliche Aufgaben wie das Medikamentenmanagement, die interdisziplinäre Kommunikation und die Patientenvisite. Ein geplantes Peer-Learning-System sieht vor, dass erfahrenere Auszubildende die jüngeren Kollegen unterstützen (Quelle).
Das Ziel dieser Initiative ist es, angehende Pflegekräfte frühzeitig an die Verantwortung heranzuführen, die sie nach ihrem Examen erwartet, wobei der Fokus stets auf der Patientensicherheit liegt. In der dreijährigen Ausbildung sind zwei vierwöchige Einsätze auf der neuen Station vorgesehen. Das Klinikum möchte durch diese Maßnahmen die Qualität der Pflege und der praktischen Ausbildung verbessern und gleichzeitig die Attraktivität des Berufsbildes steigern. Langfristig ist eine Erweiterung der Station denkbar, die auch die Einbindung von Medizinstudierenden sowie neuen Pflegekräften im Onboarding-Programm umfasst.
Hintergrund der Ausbildungsoffensive
Die Entwicklung und Einführung neuer Pflegeausbildungen erfolgt im Rahmen einer umfassenden Ausbildungsoffensive, die von den Ministerien für Familie, Gesundheit und Arbeit initiiert wurde. Diese Offensive läuft von 2019 bis 2023 und hat das Ziel, gut ausgebildete Pflegefachkräfte zu gewinnen und die Unterstützung von Pflegeschulen sowie ausbildenden Einrichtungen zu intensivieren. Ein wichtiger Bestandteil dieser Initiative ist die Reform der Pflegeberufe, die darauf abzielt, Ausbildungs- und Schulplätze bereitzustellen und die Ausbildungskonzepte anzupassen.
Die ersten Ausbildungsjahrgänge nach dem neuen Pflegeberufegesetz werden Ende 2023 abgeschlossen sein, was die Notwendigkeit unterstreicht, die Ausbildungsqualität und -erfolge in der Pflege weiter zu sichern (Quelle).
Die EILA-Station in Erding ist somit nicht nur ein Schritt zur Verbesserung der Pflegeausbildung vor Ort, sondern auch ein Teil einer größeren Bewegung, die darauf abzielt, die Pflegeberufe zukunftssicher zu gestalten und die Qualität der Ausbildung zu erhöhen. Die Kombination aus praktischer Erfahrung und theoretischem Wissen wird den Auszubildenden helfen, ihre zukünftigen Herausforderungen in der Pflege mit Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein zu meistern.