Silvester in Erding: Ruhige Nacht trotz Bränden und Alkoholexzessen
Silvesternacht 2025 in Erding: Ruhige Bilanz trotz kleinerer Brände und Alkohol-Exzesse. Polizei und Rettungsdienste im Einsatz.

Silvester in Erding: Ruhige Nacht trotz Bränden und Alkoholexzessen
Die Silvesternacht in Erding verlief diesmal erfreulich ruhig, was vor allem die Polizei und den Rettungsdienst entspannte. Gemäß Merkur gab es keine größeren Zwischenfälle, lediglich einige kleinere Brände, die durch unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern verursacht wurden. Gleichzeitig kam es zu insgesamt 17 Einsätzen durch das Rote Kreuz, wovon 12 aufgrund häuslicher Notfälle zu verzeichnen waren. Allerdings mussten auch drei Fälle von übermäßigem Alkoholkonsum behandelt werden.
Erstaunlicherweise blieben die Einsatzzahlen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Ein bedenklicher Vorfall ereignete sich, als ein 15-jähriger Jugendlicher alkoholisiert und unterkühlt von der Polizei aufgegriffen wurde. Er führte einen Schreckschussrevolver mit sich und wurde daraufhin zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Feuerwehreinsätze und die allgemeine Lage
Die Polizeiinspektion Erding stellte eine ruhige Bilanz aus und berichtete von keinen Personenschäden, wenngleich ein Sachschaden von etwa 1000 Euro durch die kleineren Brände entstanden ist. Bei dem großen Feiern am Schrannenplatz tummelten sich rund 2000 Teilnehmer, wobei nur eine Person gegen das Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern verstieß.
Apropos Feuerwerk: Unbekannte zerstörten Hundekotbehälter in der Freisinger Straße mit Feuerwerkskörpern und hinterließen so einen Schaden von etwa 200 Euro. Besorgte Anwohner berichteten von mindestens zwei Jugendlichen, die in diesen Vorfall verwickelt gewesen sein sollen. Die Polizei ermutigt Zeugen, sich zu melden, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen.
Rettungsdienste und ihre Herausforderungen
Die Silvesternacht ist traditionell eine stressige Zeit für die Feuerwehr, Rettungsdienste und die Polizei. Laut DRK Recklinghausen mussten auch andere Rettungsdienste mit erhöhten Aufgeboten an diesen Tagen rechnen. Im vergangenen Jahr gab es fast 92 Einsätze zum Jahreswechsel, wobei eine Mehrheit dieser Einsätze in erster Linie durch Alkoholkonsum und unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerk verursacht wurde.
Ein Blick über die Grenzen Bayerns zeigt, dass die Situation in anderen Regionen Deutschlands unterschiedlich ist. In Sachsen-Anhalt, wo Feuerwerke während der letzten beiden Jahre untersagt waren, erlebten Rettungsdienste im Jahr 2022 jedoch eine Zunahme an Einsätzen um 40 Prozent im Vergleich zu anderen Tagen, wie MDR berichtet. Ein intensives Augenmerk gilt besonders dem übermäßigen Alkoholkonsum, der häufig Ursache für notärztliche Einsätze ist.
Am Neujahrmorgen rückten Mitarbeiter des Bauhofs in Taufkirchen aus, um den Müll aufzusammeln. Sie berichteten von keiner gravierenden Probleme, was darauf hindeutet, dass trotz der Feierlichkeiten ein gewisses Maß an Ordnung gewahrt wurde.