Bald ist es soweit: Am 8. März 2026 finden die Kommunalwahlen im Landkreis Erding statt. Es kündigt sich ein spannender Wahlkampf an, denn bereits jetzt haben mehrere Bürgermeister ihre Nicht-Kandidatur bekannt gegeben. Sechs Bürgermeister ziehen den Hut und ermöglichen damit frischen Wind in der Kommunalpolitik.
Der langjährige Bürgermeister von Walpertskirchen, Franz Hörmann (CSU), erklärt mit 70 Jahren, dass er Jüngeren das Feld überlassen möchte. Seine Pläne für die Zukunft sind Reisen und der Jakobsweg. Als Nachfolger wurde Josef Renner (CSU) vorgeschlagen. Auch Max Kressirer (Freie Wähler) aus Finsing, 68 Jahre alt, möchte nicht mehr kandidieren und hofft auf einen Nachfolger, der mit Begeisterung an die Sache herangeht. Ein möglicher Kandidat hier ist Ludwig Lex (FWF).
Bürgermeister-Rückzüge und ihre Gründe
Von weitreichenden Veränderungen betroffen sind auch Michaela Mühlen, die nach persönlichem Empfinden aus dem Bürgermeisteramt des Bürger-Forums Inning am Holz ausscheidet, sowie Hans Wiesmaier (CSU) aus Fraunberg, der nach 29 Jahren im Amt mehr Zeit für die Familie einfordern möchte. Im Hinblick auf seine Nachfolge bleibt die Entscheidung noch aus. Josef Straßer (Langenpreising), der nach 18 Jahren aus Altersgründen zurücktritt, wünscht sich Natalie Kienmüller-Stadler (FW) als Nachfolgerin. Schließlich hat auch Lorenz Angermaier (FWG) aus Bockhorn, 65 Jahre alt, bereits angekündigt, zur Rente zu gehen.
Die Unsicherheit ist bei Reinhard Huber (Ortsliste Reisen, Eitting) groß, bei dem es noch unklar ist, ob er sich erneut zur Wahl stellen wird. Seine Entscheidung soll bis Ende August fallen. Alfons Beilhack (Hohenpolding) und Dieter Neumaier (Kirchberg) warten ebenfalls auf ihre Aufstellungsversammlungen im Herbst, um ihre Kandidatur zu besprechen.
Bewerbung um das Oberbürgermeisteramt
Ein weiterer wichtiger Aspekt der bevorstehenden Wahlen ist die Kandidatur von Petra Bauernfeind, der Zweiten Bürgermeisterin von Erding (Freie Wähler). Sie hat bei der jüngsten FW-Jahreshauptversammlung verkündet, erneut für das Oberbürgermeisteramt zu kandidieren und gegen den amtierenden Max Gotz (CSU), der seit 2008 im Amt ist, anzutreten. Bauernfeind brachte 2020 als Kandidatin bereits 22,27 % der Stimmen ein, während Gotz 48,91 % erreichte. Dabei wird sie im Oktober offiziell nominiert.
Bauernfeind hat große Pläne für ihre zweite Kandidatur. Sie möchte sich vor allem auf Themen wie Wohnungsbau, Senioren und Klimaschutz konzentrieren und strebt an, die erste Frau im Oberbürgermeisteramt zu werden. Angesichts der unterrepräsentierten Frauen in politischen Spitzenämtern auf verschiedenen Ebenen in Deutschland sieht sie sich in der Position, einen Unterschied zu machen. Laut einer Untersuchung geht es auch um die positive Beeinflussung der Wahlbeteiligung durch eine erhöhte weibliche Präsenz in der Kommunalpolitik.
Die Grünen, die zuvor keine eigenen Kandidaten für das OB-Amt aufstellen wollten, arbeiten harmonisch mit der CSU im Stadtrat zusammen. Bauernfeind rechnet jedoch nicht damit, dass die Grünen eine Wahlempfehlung aussprechen werden, wie es auch bei der letzten Wahl der Fall war.
Mit all diesen Entwicklungen liegt ein spannender Wahlkampf vor uns, der viele Neuerungen und möglicherweise frischen Wind in die kommunale Selbstverwaltung bringen könnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die verschiedenen Kandidaturen im Laufe der Zeit entwickeln und welche Themen die Wählerinnen und Wähler wirklich bewegen werden.