Kreistag Erding: Entlastung für Landrat und positive Jahresrechnung 2023!
Sitzung des Kreistages Erding am 14.07.2025: Haushaltsentlastung, Änderungen im Jugendhilfeausschuss und Klinikneuigkeiten.

Kreistag Erding: Entlastung für Landrat und positive Jahresrechnung 2023!
Am 14. Juli 2025 war es wieder so weit: Der Kreistag im Landkreis Erding kam zu einer Sitzung zusammen, die einige wichtige Entscheidungen und positive Nachrichten mit sich brachte. Zunächst erhielt Landrat Martin Bayerstorfer die Entlastung für die Jahresrechnung des Dualen Systems Deutschland (DSD) für das Jahr 2023, das mit einem bemerkenswerten Jahresgewinn von 168.121,56 Euro abschloss. Auch die Jahresrechnung für die Gesamtheit der Kreistagsgeschäfte, einschließlich des Klinikums Landkreis Erding, fiel besser aus als erwartet.
Die Gesamtausgaben des Landkreises belaufen sich auf etwa 204,3 Millionen Euro im Verwaltungs- und 12,9 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Trotz einer pauschalen Ausgabenkürzung von 10 Prozent im Juni 2023, die ergriffen wurde, um die Kommunen nicht über Gebühr zu belasten, konnte der Kreistag einige potenzielle Einsparungen realisieren, insbesondere im Bereich Asyl und durch gestiegene Einnahmen bei Gastschulbeiträgen. Diese Maßnahmen kommen den Gemeinden im Landkreis zugute.ED Live berichtet, dass …
Haushaltslage im Landkreis Erding
Zur Erinnerung: Der Kreistag hat den Haushalt des Landkreises für 2023 auf insgesamt 275 Millionen Euro beschlossen, was ein deutliches Zeichen für die finanziellen Herausforderungen darstellt, mit denen die Kommunen konfrontiert sind. Während nur die zehn Mitglieder der Grünen gegen den Haushalt stimmten, betonte Landrat Bayerstorfer die gestiegenen Pflichtaufgaben, die zu einem voraussichtlichen Defizit des Klinikums von 15,5 Millionen Euro führen könnten. Die Kreisumlage wurde auf 53,47 Prozentpunkte erhöht, und der Landkreis entnimmt 30 Millionen Euro aus der Rücklage, welche damit aufgebraucht wird. Dies sind allesamt schwierige Entscheidungen für die finanzielle Zukunft der Region.Süddeutsche Zeitung nennt …
Die angespannten finanziellen Verhältnisse machen sich auch in anderen Bereichen bemerkbar. Der Zuschussbedarf für die Jugendhilfe ist um 2,8 Millionen Euro gestiegen, bei der Sozialhilfe sogar um 3,6 Millionen Euro. Zudem steigen die Personalkosten, während gleichzeitig an Investitionen, etwa im Straßenbau, gespart werden muss. Diese Situation führte zu lebhaften Diskussionen unter den Kreistagsabgeordneten, wobei sich die Fraktion der Grünen und andere kritische Stimmen für mehr Investitionen in Umwelt- und Klimaschutz aussprachen.
Änderungen und Neuigkeiten
Im ebenso wichtigen Bereich der Jugendhilfe gab es zwei personelle Änderungen im Jugendhilfeausschuss. Sebastian Henrich wurde als stellvertretendes stimmberechtigtes Mitglied berufen, während Jana Tauber als stellvertretendes beratendes Mitglied ihre Erfahrungen einbringend wird. Des Weiteren wurde beschlossen, die Allgemeinverfügung zum 365 Euro-Ticket für Schüler und Auszubildende bis zum 31. Juli 2025 zu verlängern, wofür geschätzte Kosten von maximal 660.000 Euro für den Landkreis eingeplant sind. So bleibt die Mobilität der Jugend ein aktuelles Thema, an dem die Kommunen festhalten wollen.
Eine weitere Veränderung im Klinikum Landkreis Erding betrifft Dr. Dirk Last, der auf eigenen Wunsch das Klinikum verlässt. Nachfolgerin als kommissarische Krankenhausdirektorin wird die erfahrene Sabine Wahl, die über 20 Jahre im Gesundheitswesen aktiv ist. Diese personellen Anpassungen sind notwendig, um die Qualität der Gesundheitsversorgung im Landkreis aufrechtzuerhalten.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Sitzung des Kreistages nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Fortschritte und Entscheidungen im Landkreis Erding reflektiert. Trotz der schwierigen Haushaltslage und der unsicheren Zeiten bringen engagierte Entscheidungen Lichtblicke für die Zukunft.Weitere Informationen zur Sitzung lassen erkennen, dass der Kreistag an Lösungen arbeitet, um die Lebensqualität in der Region zu verbessern.