In der aktuellen Saison zeigen sich die Erding Gladiators als ein Team mit unbeständigen Leistungen. Am Freitag konnten sie überraschend gegen die Stuttgart Rebels mit 3:2 gewinnen, während sie am Sonntag in einem Heimspiel gegen den EC Peiting mit 4:5 unterlagen. Diese wechselhaften Resultate werfen Fragen auf und zeigen, dass die Gladiators noch an ihrer Konstanz arbeiten müssen. Trainer Thomas Daffner äußerte sich nach dem Sieg gegen Stuttgart zu den Herausforderungen, vor denen seine Mannschaft steht.

„Das Spiel war hart umkämpft“, so Daffner. Zwar führten die Gladiators zunächst 1:0, kassierten aber den Ausgleich durch einen Turnover. Im zweiten Drittel ließen sie mehrere klare Chancen ungenutzt, was sich als bitter herausstellte, als Stuttgart kurz vor dem Ende des Drittels mit 2:1 in Führung ging. Doch die Gladiators bewiesen Charakter und erzielten in den letzten 20 Minuten zwei Tore, die ihnen den Sieg sicherten. Nach der Niederlage gegen Peiting betonte Daffner, dass die Mannschaft den Gameplan über die vollen 60 Minuten einhalten müsse, um erfolgreich zu sein.

Vertragsverlängerung und Spielerwechsel

Ein Lichtblick in der aktuellen Saison ist die Vertragsverlängerung von Torwart David Zabolotny, der bis zur Saison 2026/27 bei den Gladiators bleibt. Zabolotny, 31 Jahre alt, hat sich in dieser Saison als einer der prägenden Spieler erwiesen. In 47 Spielen stand er über 1.991 Minuten auf dem Eis und parierte 1.031 Schüsse, was ihm einen Gegentorschnitt von 3,62 und eine Fangquote von 89,2 Prozent beschert. Dennoch wird er kurzfristig zu Deggendorfer SC wechseln, um dort Playoff-Erfahrung zu sammeln, nachdem der Verein um seine Dienste gebeten hatte. Im Gegenzug wird Raphael Fössinger von Deggendorf zu den Gladiators stoßen und voraussichtlich gegen Bad Tölz spielen.

Die bevorstehenden Herausforderungen

Die Gladiators stehen nun vor einer wichtigen Herausforderung: Am 17. Februar spielen sie gegen die Tölzer Löwen, den aktuellen Tabellendritten. Ziel ist es, einen positiven Saisonabschluss zu erreichen und den Schwung aus dem Sieg gegen Stuttgart mitzunehmen. Doch die Niederlage gegen Peiting zeigt, dass die Mannschaft noch viel Arbeit vor sich hat, um die geforderte Konstanz zu erreichen.

Die Oberliga, in der die Gladiators spielen, ist die dritthöchste Eishockey-Spielklasse in Deutschland. Diese Liga hat eine lange Geschichte und war bis zur Saison 1957/1958 die höchste Spielklasse. Die aktuelle Aufteilung in die Gruppen Nord und Süd ermöglicht es den Teams, in den Playoffs um den Oberligameister und den Aufsteiger in die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL 2) zu kämpfen. Die letzten Meister der Oberliga bieten einen spannenden Kontext, in dem sich die Gladiators beweisen möchten.

Die kommenden Spiele werden für die Gladiators entscheidend sein. Mit den richtigen Anpassungen und der Einhaltung des Gameplans könnten sie möglicherweise den Grundstein für eine erfolgreiche Schlussphase der Saison legen. Die Fans in Erding warten gespannt auf die nächsten Leistungen ihrer Mannschaft.