Das Korbinian-Aigner-Gymnasium in Erding hat am 24. November 2025 einen großen Schritt in Richtung inklusiver Bildung gemacht. Das Gymnasium wurde mit dem Prädikat „Schule mit dem Schulprofil Inklusion“ ausgezeichnet, was das langjährige Engagement der Schule in diesem Bereich würdigt. Kultusministerin Anna Stolz überreichte die Urkunde an Schulleiterin Andrea Hafner und Matthias Hohe, den Leiter des Aufgabebereichs Inklusion, im Bayerischen Kultusministerium. Diese Auszeichnung zeigt, dass die Schule seit ihrer Gründung im Jahr 2004 die Inklusion als grundlegendes Leitprinzip sieht.

Die Schulgemeinschaft des Korbinian-Aigner-Gymnasiums ist gewachsen. In diesem Schuljahr starten 183 neue Fünftklässler, einschließlich 22 Schüler aus der Einführungsklasse und mehreren Gastschülern aus Kolumbien, den USA und Italien. Dadurch zählt die Schulfamilie nun über 1300 Schüler sowie 127 Lehrkräfte. Trotz des bundesweit spürbaren Lehrkräftemangels wurde die Unterrichtsversorgung vollständig sichergestellt, was eine tolle Nachricht für alle Beteiligten ist. Zudem wird das Gymnasium als „MINT-freundliche Schule“ erneut ausgezeichnet.

Ein umfassendes Inklusionskonzept

Inklusion am Korbinian-Aigner-Gymnasium bedeutet, dass Kinder und Jugendliche mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf aktiv gefördert werden. Hierbei spielt ein spezielles Verständnis für temporäre oder permanente Unterstützungsbedarfe eine wichtige Rolle. Unterrichtsformen, Schulleben und Beratungssysteme sind an die inklusiven Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler angepasst. Ein zentraler Bestandteil dieses Konzepts ist der MeiSpace-Raum, ein Rückzugsort für Schüler, die emotionalen Herausforderungen begegnen.

Das Kernteam für Inklusion, bestehend aus Schulleitung, Schulpsychologie, Jugendsozialarbeit und speziell geschulten Lehrkräften, arbeitet eng zusammen. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht es, individuelle Begleitungen für Inklusionsschüler sowie deren Familien zu gestalten. Zu den Aufgaben dieses engagierten Teams zählen die Organisation von Fortbildungen, Beratung sowie die Vernetzung mit externen Fachstellen, was ein umfassendes Unterstützungsnetzwerk für alle Beteiligten schafft.

Aktivitäten zur Förderung der Gemeinschaft

Das Korbinian-Aigner-Gymnasium pflegt auch wertvolle Kooperationen, beispielsweise mit der St.-Nikolaus-Schule in Erding, um gemeinsame Projekte und soziale Aktivitäten zu realisieren. Vorleseaktionen und Besuche im Seniorenstift stärken die gesellschaftliche Teilhabe der Schüler und fördern ein respektvolles Miteinander. Schulleiterin Andrea Hafner freut sich über die Auszeichnung und betont, dass sie den Weg der Schule in ein inklusives und wertschätzendes Umfeld bestätigt.

Zentral für das neue Schuljahr ist der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Endgeräten. Alle Klassenzimmer und Fachräume sind mit neuer IT-Infrastruktur ausgestattet, was eine umfassende Modernisierung der Lernerfahrung darstellt. Die Lehrkräfte werden kontinuierlich in digitalen Werkzeugen geschult, einschließlich der Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Mit diesen Entwicklungen zeigt das Korbinian-Aigner-Gymnasium, dass es nicht nur ein Wegbereiter für inklusive Bildung ist, sondern auch in der digitalen Welt eine führende Rolle einnimmt.

Inklusion im Bildungssektor nimmt stetig zu, und es ist wichtig, dass alle Akteure, von Lehrenden bis zu Eltern, sich auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen. Inklusion ist keine Aufgabe, die allein von Schulen getragen wird. Außerschulische Lernmöglichkeiten und soziale Teilhabe sind unabdingbare Elemente für die Bildung und Persönlichkeitsentwicklung aller Kinder, wie auch von Aktion Mensch hervorgehoben wird.

Das Korbinian-Aigner-Gymnasium erweist sich damit erneut als Vorreiter in der Bildungslandschaft und hält die Werte von Inklusion und Gemeinschaft hoch. Die Erfolge der Schule sind das Ergebnis eines engagierten Teams und einer starken Schulgemeinschaft, die sich miteinander auf den Weg in die Zukunft machen.