Die Willibaldsburg in Eichstätt, ein historisches Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert, erstrahlt nun in neuem Licht – und das nicht nur sprichwörtlich. Die innovative Beleuchtung der Burg hat den renommierten German Design Award in der Kategorie Lichtdesign gewonnen. Diese erfreuliche Nachricht wurde von der Stadt Eichstätt bekanntgegeben und zeigt, wie wichtig moderne Lichtkonzepte für den Erhalt und die Präsentation historischer Stätten sind. Der Geschäftsführer des Eichstätter Planungsbüros, Andreas Arzenheimer, nahm den Preis in Frankfurt entgegen.

Die Beleuchtung der Willibaldsburg wurde vor zwei Jahren komplett überarbeitet. Das Projekt ist nicht nur ein ästhetischer Gewinn, sondern auch ein ökologischer. Die neue Lichtanlage ist stromsparender und schont die heimische Fauna, insbesondere Fledermäuse und Insekten. Bei den Sanierungsarbeiten auf der Burg wurde darauf geachtet, nur die historischen Mauern zu beleuchten und die Schmuckfassaden heller und homogener zu illuminierten, während die ruinösen Teile abgedunkelt wurden.

Würdigung durch die Jury

Die Jury des German Design Awards lobte den Umgang mit dem historischen Erbe und das Gesamtkonzept, das eine harmonische Balance zwischen Denkmalpflege, zeitgemäßer Technik und emotionaler Wirkung schafft. Diese Auszeichnung kommt nicht von ungefähr, denn die neue Beleuchtung wurde bereits Ende 2024 mit dem LIT-Award in der Kategorie „LED Exterior Lighting Design“ geehrt. Der German Design Award wird seit über 70 Jahren von einer interdisziplinären und internationalen Jury vergeben, die Kriterien wie Gestaltungsqualität, Nachhaltigkeit und technische Qualität bewertet.

Die Stadt Eichstätt fungierte als Bauherrin des Projekts, während die Bauarbeiten von dem Staatlichen Bauamt und der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung verantwortet wurden. Oberbürgermeister Josef Grienberger äußerte Freude über die Auszeichnung und die hohe Qualität des Projekts. Die letzte großflächige Beleuchtungsanlage der Burg stammt aus den 1970er-Jahren, was die Notwendigkeit einer umfassenden Überarbeitung deutlich macht.

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Beleuchtungskonzepte im Denkmalschutz

Die gelungene Beleuchtung der Willibaldsburg ist ein Beispiel für die Herausforderungen und Chancen, die mit modernen Beleuchtungskonzepten für historische Gebäude verbunden sind. Diese Konzepte müssen sowohl den Denkmalschutz als auch nachhaltige Energiekonzepte berücksichtigen. Der Einsatz energieeffizienter LEDs ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den Stromverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig den historischen Charakter der Gebäude zu bewahren.

Ursula Schirmer erläutert in diesem Kontext die Aspekte des Denkmalschutzes und betont, dass intelligente Beleuchtung nicht nur die Besonderheiten von Denkmälern hervorheben sollte, sondern auch die Bedürfnisse der Anwohner berücksichtigen muss. Historische Gaslaternen aus dem 19. Jahrhundert stehen beispielsweise unter Denkmalschutz, und der Austausch von Leuchtkörpern kann sowohl technisches Wissen als auch die Substanz der Denkmäler gefährden.

Das Beispiel der Willibaldsburg zeigt, wie moderne Technik und historische Anforderungen in Einklang gebracht werden können. Gelungene Beleuchtung kann Teil eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) sein und zur Attraktivität der Altstadt beitragen. Der Erhalt historischer Beleuchtung ist nicht nur eine Frage des Denkmalschutzes, sondern auch ein Gemeinschaftsanliegen, das von Bürgerinitiativen und lokalen Projekten unterstützt wird.

Für weitere Informationen und Details zu diesem bemerkenswerten Projekt können Sie die Artikel auf Augsburger Allgemeine und Wochenzeitung nachlesen. Zudem bietet die Seite Treffpunkt Kommune interessante Einblicke in Beleuchtungskonzepte für Denkmale.

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