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Die Wahlen für die Pfarrgemeinderäte in Bayern stehen vor der Tür. Am 1. März 2026 haben die Katholikinnen und Katholiken in rund 725 Gemeinden die Möglichkeit, ihre Vertreter zu wählen. Dabei ist die Wahl nicht nur ein formeller Akt, sondern ein bedeutender Schritt für das kirchliche Leben vor Ort. Engagierte Ehrenamtliche tragen Verantwortung und gestalten aktiv die Gemeinschaft, auch wenn ihre Arbeit oft im Hintergrund bleibt und dennoch eine große Wirkung entfaltet. In diesem Kontext haben drei Kandidaten aus dem Landkreis Eichstätt ihre Motivation geschildert, sich erneut zur Wahl zu stellen. Sie diskutieren die Herausforderungen und die Bedeutung des kirchlichen Ehrenamts in schwierigen Zeiten, was die Relevanz dieser Wahlen unterstreicht (Donaukurier).

Der Pfarrgemeinderat (PGR) ist ein zentrales Gremium innerhalb der katholischen Pfarreien, das die Mitwirkung aller Christgläubigen fördern soll. Die Mitglieder des PGR setzen sich aus gewählten, berufenen und amtlichen Mitgliedern zusammen, zu denen auch der zuständige Pfarrer und andere pastorale Mitarbeiter gehören. Ihre Aufgabe ist es, in allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, beratend und beschließend tätig zu sein. Die Einführung des PGR erfolgt ausschließlich im deutschen Sprachraum und geht auf den Beschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils zurück. Ziel ist es, die Beteiligung der Gläubigen in den Entscheidungsprozessen der katholischen Kirche zu stärken (Wikipedia).

Wahlberechtigung und Herausforderungen

Wahlberechtigt sind alle Katholikinnen und Katholiken ab 14 Jahren, während Kandidaten ab 16 Jahren gewählt werden können. Diese Wahlen sind jedoch nicht ohne Herausforderungen. Die katholische Kirche sieht sich einem Mitgliederschwund gegenüber, was die Suche nach Ehrenamtlichen für die Pfarrgemeinderäte erschwert. In Bayern haben sich rund 6.000 Menschen für 5.000 Plätze als Kandidaten gemeldet. In einigen Gemeinden ist es jedoch schwierig, genügend Freiwillige zu finden. Etwa 20 Pfarreien werden in diesem Jahr keine Wahl durchführen können, was bedeutet, dass in kleineren Gemeinden mindestens vier und in größeren mindestens sechs Freiwillige erforderlich sind, um die Wahlen durchzuführen (BR).

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Die wachsende Bedeutung der Pfarrgemeinderäte wird durch die Geschichten von engagierten Kandidaten deutlich. Hans Schwarzer, ein IT-Berater aus Glonn, ist seit 16 Jahren Mitglied im Pfarrgemeinderat und bringt eigene Ideen ein, wie beispielsweise die Smartphone-Sprechstunde für Senioren. Auch Evelyn Höffe, eine frühere Musiklehrerin, hat durch Zufall Anschluss an ihre Kirchengemeinde gefunden und möchte als Teil des PGR einsamen Menschen helfen, soziale Kontakte zu knüpfen. Obwohl die katholische Kirche vor Herausforderungen steht, zeigt sich, dass es weiterhin engagierte Kandidaten gibt, die sich für das Gemeinwohl einsetzen und die Kirche als sozialen Treffpunkt sehen.

Fazit

Die bevorstehenden Wahlen für die Pfarrgemeinderäte sind ein wichtiger Bestandteil des kirchlichen Lebens in Bayern. Sie bieten den Gläubigen die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung ihrer Gemeinschaft teilzuhaben. Während die Herausforderungen groß sind, bleibt die Hoffnung auf engagierte Ehrenamtliche, die sich für die Belange ihrer Pfarreien einsetzen und damit die Bedeutung des kirchlichen Ehrenamts in der heutigen Zeit unterstreichen.