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Am 1. März ist es wieder so weit: In Bayern stehen die Wahlen für die Pfarrgemeinderäte an. Etwa 725 katholische Gemeinden sind betroffen. Bislang haben sich rund 6.000 engagierte Frauen und Männer als Kandidaten gemeldet, um die 5.000 zu besetzenden Plätze zu übernehmen. Doch die Suche nach Freiwilligen gestaltet sich oft schwierig, denn die katholische Kirche sieht sich mit einem Mitgliederschwund konfrontiert. Eine besondere Herausforderung sind die kleineren Gemeinden, wo mindestens vier Kandidaten benötigt werden, um überhaupt eine Wahl abzuhalten. In etwa 20 Pfarreien wird es vielleicht gar keine Wahl geben, womit der Pfarrer ohne Unterstützung dastehen könnte.

Das Engagement im Pfarrgemeinderat ist von großer Bedeutung. Diese Gremien, die in den katholischen Pfarreien und Pfarrverbänden aktiv sind, leisten einen wertvollen Beitrag zur Mitgestaltung des kirchlichen Lebens. Aufgabe des Pfarrgemeinderats (PGR) ist die Mitwirkung in allen Angelegenheiten, die die Gemeinde betreffen – sowohl beratend als auch beschließend. Dabei sind die Mitglieder meist Ehrenamtliche, die die Verantwortung für das Fundament des Gemeindelebens übernehmen. Wikipedia erklärt, dass die Zusammensetzung der PGR aus gewählten, berufenen und amtlichen Mitgliedern besteht, darunter auch der zuständige Pfarrer und pastorale Mitarbeiter.

Die Motivation der Kandidaten

Drei Kandidaten aus dem Landkreis Eichstätt haben bereitwillig ihre Motivation geteilt, warum sie sich erneut zur Wahl stellen. Beispielsweise ist Hans Schwarzer, ein IT-Berater aus Glonn, seit 16 Jahren im Pfarrgemeinderat aktiv. Der engagierte Mann, der als Ministrant begann, hebt hervor, wie wichtig es ist, eigene Ideen wie eine Smartphone-Sprechstunde für Senioren einzubringen. Donaukurier berichtet, dass die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen für Schwarzer von zentraler Bedeutung ist.

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Evelyn Höffe, eine frühere Musiklehrerin, hat durch Zufall Anschluss an ihre Kirchengemeinde in München gefunden. Die engagierte Frau sieht die Kirche als sozialen Treffpunkt und möchte Menschen helfen, die vielleicht einsam sind, neue Kontakte zu knüpfen. Sie ist fest davon überzeugt, dass der Pfarrgemeinderat einen wertvollen Beitrag zur Gemeinschaft leisten kann. Und dieser Gedanke ist ein roter Faden, der sich durch die Geschichten der Kandidaten zieht, die auch in schwierigen Zeiten für das kirchliche Ehrenamt einstehen.

Herausforderungen und Chancen

In einer Zeit, in der die Kirche zahlreiche Herausforderungen zu meistern hat, bleibt die Bedeutung des Ehrenamts nicht unbemerkt. Trotz der rückläufigen Mitgliederzahlen engagieren sich nach wie vor viele Menschen in den Pfarrgemeinderäten und tragen dazu bei, dass das kirchliche Leben vor Ort lebendig bleibt. Die sieben Bistümer in Bayern haben bereits eine Plakatkampagne gestartet, um noch mehr Kandidaten zu gewinnen. Denn es bedarf des Engagements von vielen, um auch in Zukunft die Stimme der Gläubigen in den Entscheidungsprozessen der katholischen Kirche hörbar zu machen.

Die Wahlen am 1. März sind also nicht nur eine Gelegenheit, Stimmen abzugeben, sondern auch ein Appell an alle Katholikinnen und Katholiken, sich aktiv an der Gestaltung ihres kirchlichen Lebens zu beteiligen. Denn ein starkes Ehrenamt ist das Rückgrat jeder lebendigen Gemeinde.