Notstrom für Ebersberg: So bereiten Sie sich richtig auf Ausfälle vor!
Nach Stromausfällen in Ebersberg geben Behörden wichtige Vorsorgetipps. Experten raten zu Resilienz und Notfallplanungen.

Notstrom für Ebersberg: So bereiten Sie sich richtig auf Ausfälle vor!
Nach den jüngsten mehrtägigen Stromausfällen in Berlin hat die Anfrage nach Dieselgeneratoren einen neuen Höhenflug erreicht. Was bedeutet das für die Menschen im Landkreis Ebersberg? Die Verantwortungsträger raten zur Vorsicht und praktischen Vorsorge, um in Krisenfällen besser gerüstet zu sein. Klaus Schmid, der Katastrophenschutzbeauftragte des Landratsamtes Ebersberg, hebt hervor, dass es nicht um Panikmache, sondern um eine Stärkung der eigenen Resilienz geht. Niemand mag sich das Szenario vorstellen, aber wie schnell alles im Chaos enden kann, hat uns die Vergangenheit gelehrt.
Jan Köhnen, Sachgebietsleiter für Öffentliche Sicherheit, gibt den Bürgern den Rat, sich auf einige Tage ohne Strom und Einkauf vorzubereiten. „Es könnte schneller passieren, als man denkt“, bringt er die Dringlichkeit des Themas auf den Punkt. Dieselgeneratoren gelten zwar als kurzfristige Lösung, haben jedoch ihre Tücken. Neben Lärm und Gestank gibt es auch die Herausforderungen der begrenzten Kraftstofflagerung und Lebensgefahr in geschlossenen Räumen.
Praktische Tipps zur Vorsorge
- Batterie- oder kurbelbetriebene Radios, um im Ernstfall informiert zu bleiben.
- Taschenlampen und Kerzen als Lichtquellen sowie Campingkocher zur Heizquelle.
- Eine Vorratshaltung von Trinkwasser und Lebensmitteln für mindestens sieben Tage.
Das BBK warnt außerdem vor den zunehmenden extremen Wetterereignissen und Cyberattacken, die als Bedrohung für die kritische Infrastruktur betrachtet werden. Cybersicherheit, Sabotageakte und der Klimawandel sind Herausforderungen, die auch in Europa stärker in den Fokus rücken. Extremwetterereignisse nehmen zu und wirken sich auf die alltäglichen Abläufe aus, bestätigen Meldungen von Tagesschau.de.
Sicherheit für alle
„Krisen können jederzeit eintreten, auch in einem der sichersten Länder der Welt“, so die Experten. In einem Land wie Deutschland, das an sich gut aufgestellt ist, ist es von Vorteil, wenn sich die Menschen selbst versorgen können, bis Hilfe eintrifft. Das schont nicht nur Nerven, sondern auch die belasteten Rettungskräfte, die dann anderen in akuten Notfällen zur Seite stehen können. Die Sicherheit wird also nicht nur an staatliche Institutionen abgetreten, sondern ist auch eine persönliche Verpflichtung, die jeder eingehen kann.
Für den Landkreis Ebersberg ist die Entwicklung eines eigenen Vorsorgeplans in Arbeit, der kritische Infrastrukturen berücksichtigt. Dieser Plan wird um Szenarien wie Gasknappheit und Sabotage ergänzt, um alle Eventualitäten abzudecken. Es wird auch an Planspielen gearbeitet, die den Umgang mit Stromausfällen üben sollen. So wird der Landkreis optimal auf mögliche weitere Ausfälle vorbereitet.
Die Lehren, die aus den jüngsten Ereignissen in Deutschland und Europa gezogen werden, zeigen, dass es sich lohnt, sich mit dem Thema Vorsorge auseinanderzusetzen. Hilfestellungen sind dabei verfügbar, etwa auf den Seiten von bbk.bund.de und ernaehrungsvorsorge.de. Selbst aktiv zu werden und durchzuspielen, wie man sich in Gefahrensituationen verhalten könnte, ist der Schlüssel zur Sicherheit. Das müssen sich auch die Bürger in Ebersberg merken, denn bei uns daheim ist niemand allein.