Neues Frauenhaus im Landkreis Ebersberg: Ein Lichtblick für Opfer!

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Ebersberg hat ein neues Frauenhaus eröffnet, um Opfern häuslicher Gewalt Schutz und Unterstützung zu bieten.

Ebersberg hat ein neues Frauenhaus eröffnet, um Opfern häuslicher Gewalt Schutz und Unterstützung zu bieten.
Ebersberg hat ein neues Frauenhaus eröffnet, um Opfern häuslicher Gewalt Schutz und Unterstützung zu bieten.

Neues Frauenhaus im Landkreis Ebersberg: Ein Lichtblick für Opfer!

Im Landkreis Ebersberg ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen häusliche Gewalt gelungen: Anfang Oktober dieses Jahres hat das erste Frauenhaus der Region seinen Betrieb aufgenommen. Das neue Angebot ist speziell für Frauen und deren Kinder gedacht, die Opfer von häuslicher oder sexualisierter Gewalt geworden sind. Platz finden dort bis zu sieben Personen, die in einer anonymen und sicheren Umgebung leben können. Die Einrichtung wird ausschließlich von Frauen besucht, um eine geschützte Atmosphäre zu gewährleisten.

Das Frauenhaus wird vom Verein „Frauen helfen Frauen“ betrieben, der auch den etablierten „Frauennotruf“ betreut. Dieser Dienst ist seit 1989 aktiv und hat seither ständig an Bedeutung gewonnen. Laut Angela Rupp, Geschäftsführerin des Frauennotrufs, ist häusliche Gewalt in Deutschland ein weit verbreitetes Problem. Statistiken zeigen, dass die Dunkelziffer hoch ist – nur etwa fünf Prozent der Übergriffe werden angezeigt. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Unterstützung gestiegen, was das Thema jedoch für viele Betroffene weiterhin tabuisiert.

Sicherer Ort für betroffene Frauen

Wie Landrat Robert Niedergesäß betont, ist die Eröffnung des Frauenhauses ein gesellschaftspolitisches Zeichen für Frauenrechte und Opferschutz. In den letzten Jahren hat der Anstieg häuslicher Gewalt um 5,6 Prozent auch in Ebersberg besorgniserregende Zahlen hervorgebracht. Im Jahr 2023 gab es in Deutschland mehr als 180.000 Fälle häuslicher Gewalt, wobei 70,5 Prozent der Opfer Frauen und Mädchen sind. Diese Zahlen stammen aus dem ersten Lagebild über geschlechtsspezifische Gewalt, das kürzlich veröffentlicht wurde.

Das Frauenhaus in Ebersberg bietet nicht nur Unterkunft, sondern auch umfassende Beratung und Unterstützung. Ein Team von Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen steht bereit, um bei der Integration in ein neues Leben zu helfen, sei es bei der Wohnungssuche oder bei Behördengängen. Die Ausstattung des Hauses wurde darauf ausgelegt, ein freundliches und funktionales Zusammenleben zu ermöglichen. So gibt es gemeinsame Wohnbereiche sowie Spielräume für Kinder, wobei die Möbel platzsparend konzipiert sind.

Aufruf zur Unterstützung

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Sicherheitsvorkehrungen gelegt. Dazu zählen stabile Rollos und eine Klingel mit Videofunktion. Zudem ist auch die digitale Gewalt ein ernstes Problem, das erkannt wurde – Frauen wird geraten, ihre eigenen Geräte nicht zu nutzen.

Die Finanzierung des Frauenhauses wird größtenteils durch den Landkreis sichergestellt, das bayerische Familienministerium trägt die Hälfte der Personalkosten. Dennoch muss der Trägerverein etwa zehn Prozent der Sach- und Personalkosten selbst aufbringen. Um die laufenden Kosten und zukünftige Projekte, wie Weihnachtsgeschenke für die Kinder oder Gartenmöbel, zu decken, sind zusätzliche finanzielle Mittel nötig. Wer helfen möchte, kann sich direkt an die Beratungsstelle Frauennotruf unter der Telefonnummer 08092 881 10 wenden oder eine E-Mail an info@frauennotruf-ebe.de schicken.

Insgesamt stellt das neue Frauenhaus im Landkreis Ebersberg einen positiven Schritt in Richtung Unterstützung und Sicherheit für betroffene Frauen dar. Es wird als langfristiger Beitrag zur Gewaltprävention gesehen und soll dazu beitragen, dass Frauen, die Gewalt erfahren haben, einen sicheren Ort zur Stabilisierung finden können.