Am Sonntag, dem 22. Juni 2025, wird in der Gemeinde Gelting wieder das Fronleichnamsfest gefeiert. Pfarrer Norbert Joschko lädt herzlich alle Vereine und Gemeindemitglieder zu diesem festlichen Ereignis ein, das traditionell um 9.00 Uhr mit einem Festgottesdienst beginnt. In der katholischen Kirche ist Fronleichnam ein Hochfest, das an die Gegenwart von Jesus Christus im geweihten Brot und Wein erinnert, und eine besondere Bedeutung für die Gläubigen hat, da es sich vom evangelischen Glauben abgrenzt. Auch wenn der Tag von vielen als Festtag gefeiert wird, hat er seine Wurzeln im 13. Jahrhundert. Der Ursprung des Festes geht auf die Vision der Augustiner-Nonne Juliana von Cornillion in Belgien zurück, die einen unvollständigen Vollmond sah und dies als Zeichen für ein fehlendes Fest deutete. Ihr Anliegen wurde von Papst Urban IV. aufgenommen, der das Fest 1264 einführte und damit eine Tradition ins Leben rief, die bis heute Bestand hat. So berichtet Wochenanzeiger.

Am Festtag selbst wird nach dem Gottesdienst die traditionelle Fronleichnamsprozession durch die Straßen von Gelting ziehen. Der Priester trägt dabei die Monstranz mit dem Allerheiligsten, und die Gemeinde begleitet diesen feierlichen Zug mit Musik, Gesang und Gebeten. Die Prozession stoppt an vier reich geschmückten Altären, an denen Fürbitten gesprochen und biblische Lesungen aus den Evangelien vorgetragen werden. Die Ehre, den Baldachin über den Priester und die Monstranz zu tragen, obliegt den Gemeindemitgliedern und wird als besondere Aufgabe angesehen. An jeder Station wird die Gemeinde gesegnet, was die Verbundenheit und den Gemeinschaftssinn der Menschen stärkt.

Ein Fest der Traditionen

Was macht das Fronleichnamsfest so besonders? Es sind nicht nur die religiösen Riten, die den Tag prägen, sondern auch das Miteinander der Gemeinden. Mit ihren Fahnenabordnungen zeigen die örtlichen Vereine ihr Zusammengehörigkeitsgefühl, was den festlichen Charakter noch verstärkt. Wie in vielen anderen Städten wird auch hier ein Frühschoppen und ein gemeinsames Mittagessen im Pfarrgarten stattfinden, um den Tag in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die spätere Anerkennung des Festes durch die Kirche. Fronleichnam wurde durch die Enzyklika „Transisturus de hoc mundo“ zum allgemeinen kirchlichen Fest erhoben und fand seinen Weg in viele Gemeinden Europas. Es ist ein lebendiges Zeichen gelebten Glaubens und führt zu einer Heimkehr der Kinder Gottes in das ewige Jerusalem. Die ersten Feierlichkeiten fand man 1264 in Rom, gefolgt von vielen weiteren Städten wie Köln und Orvieto. Hierbei entstand auch die Monstranz, die als gefragtes Schaugefäß für die Hostie gilt, sowie der Baldachin, ursprünglich ein Herrschaftszeichen, das heute auch einen tiefen symbolischen Wert hat.

Wer sich fragt, warum Fronleichnam auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten fällt, findet die Antwort im kirchlichen Kalender. 2025 wird dieser Tag auf den 19. Juni datiert sein, doch in Gelting wird die Feierlichkeit bereits am 22. Juni stattfinden. Dies ist eine schöne Tradition, die es ermöglicht, die Wurzeln des Glaubens zu ehren und gleichzeitig die Gemeinschaft zu stärken. So wird dieser Tag sicherlich zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Anwesenden.

Die biblischen Ursprünge des Feierns sind ebenso bedeutsam. Jesus selbst spricht oft in den Evangelien über das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist, und betont die Notwendigkeit, sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken, um ewiges Leben zu erlangen. Dies wird im Kontext des Fronleichnamsfestes besonders greifbar, da es sich genau um diese Hingabe und die Gegenwart Christi im Altarsakrament dreht. Die Leser erfahren von der tiefen Verbundenheit zwischen Glauben, Tradition und Gemeinschaft, die dieses Fest auszeichnet, und alle sind eingeladen, sich daran zu erfreuen.