Heute ist der 11.04.2026 und in Ebersberg tut sich etwas auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. An drei geplanten Standorten nördlich des Ebersberger Gewerbegebiets sind kürzlich Bodenuntersuchungen durchgeführt worden. Diese fanden am südöstlichen Rand des Ebersberger Forstes statt, was Jagdpächter Max Schauberger etwas überrascht hat. Die Stadt Ebersberg plant den Bau von drei Windenergieanlagen auf privaten Flächen, und Bürgermeister Ulrich Proske hat die Bodenuntersuchungen bestätigt und seine Vorfreude auf das Projekt zum Ausdruck gebracht.
Die drei Standorte sind nicht im Staatswald, wodurch sie nicht vom Bürgerentscheid 2021 betroffen sind, der die Zahl der Anlagen im Staatswald auf fünf begrenzt hat. Insgesamt könnten bis zu zehn Windräder im Ebersberger Forst geplant werden – fünf im Staatswald und fünf im Privatwald. Projektanten sind die erfahrenen Hans Zäuner und Werner Stinauer, die bereits Windkraftanlagen im Landkreis betreiben. Eine der Anlagen wird in Zusammenarbeit mit der Waldbesitzervereinigung Ebersberg-München Ost realisiert, was die regionale Verankerung des Projekts unterstreicht.
Ein genossenschaftliches Modell für Ebersberg
Ein spannendes Element des Projekts ist das geplante Genossenschaftsmodell für die Bürger Ebersbergs. Bürgermeister Proske wartet nun auf einen Bauantrag, wobei die Projektanten schätzen, dass der Bau noch Jahre dauern könnte. In der Diskussion um die unsichere Zukunft erneuerbarer Energien in Bayern ist es wichtig, dass regionale Energieerzeugung und Wertschöpfung nicht aus dem Blick geraten. Waldbesitzer Fauth hat dies betont und die Bedeutung der Standorte hervorgehoben, die wenig Rodungsfläche erfordern und der Region zugutekommen sollen. Die Wirtschaftlichkeit des Projekts hängt allerdings von der Ausschreibung nach der Baugenehmigung ab.
Windenergie kann eine vielversprechende Alternative zu anderen Energiequellen darstellen. So können Kleinwindkraft-Anlagen beispielsweise eine sinnvolle Ergänzung zur Sonnenstromversorgung bieten. Diese Anlagen können am Boden oder auf Dächern installiert werden und es gibt verschiedene Varianten, wie etwa den klassisch vertikalachsigen Windgenerator oder den kunstvoll gestalteten Horizontalachser. Letztere sind jedoch in der Effizienz den Vertikalachsern unterlegen. Ab einer Gesamthöhe von 10 Metern ist eine Baugenehmigung erforderlich, wobei Immissionsschutzbestimmungen sowie Natur- und Artenschutz zu beachten sind. Es empfiehlt sich zudem, eine Windmessung am geplanten Standort durchzuführen, um die Erträge der Anlage abschätzen zu können. Für weitere Informationen steht die Servicestelle Windenergie unter der Telefonnummer 08092 / 33 090 – 40 zur Verfügung. Quelle für diese Informationen ist die Energieagentur Ebersberg-München.
Mit der Planung und dem Bau neuer Windkraftanlagen zeigt Ebersberg, dass die Region aktiv zur Energiewende beitragen möchte. Die Kombination aus lokalem Engagement, innovativen Modellen und der Nutzung erneuerbarer Ressourcen könnte Ebersberg in eine Vorreiterrolle im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung bringen. Es bleibt spannend, wie sich die Situation weiterentwickeln wird.