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In einer traurigen Nachricht für die Gemeinschaft in Oberpframmern und darüber hinaus ist Barbara Kronester, die beliebte Kreisbäuerin des Landkreises Ebersberg, am Montag im Alter von 62 Jahren unerwartet verstorben. Ihr Tod kam nur einen Tag nach ihrer Wahl in den Kreistag, was in der Region für Schock und Trauer sorgte. Bürgermeister Andreas Lutz würdigte Kronester als einen „Pfeiler“ der Gemeinde und betonte, dass ihr Verlust eine große Lücke hinterlasse. Auch der Bauernverband bezeichnete ihren Tod als großen Verlust und hob ihr unermüdliches Engagement für die Bauernfamilien hervor (Quelle, Quelle).

Kronester war seit 2017 als Kreisbäuerin tätig und hat sich stets für die Aufklärung über die bäuerliche Landwirtschaft eingesetzt. Sie organisierte zahlreiche Fortbildungsangebote, Vorträge und Hofführungen für Verbraucher und Schulklassen. Ihr Ziel war es, das Erbe von Oberpframmern für zukünftige Generationen zu bewahren. Trotz ihrer traditionellen Wurzeln war sie immer offen für neue Ideen und Entwicklungen in der Landwirtschaft. Vize-Kreisbäuerin Maria Festl bezeichnete sie als „Mama“ unter den Bäuerinnen, was ihre hohe Wertschätzung unter den Kolleginnen unterstreicht. Andreas Lutz beschrieb sie zudem als Mittelpunkt ihrer Familie und geschätzte Person im Ort (Quelle).

Engagement und Vermächtnis

Kronester wuchs auf einem Milchviehbetrieb auf und heiratete ebenfalls in einen solchen. Ihr Engagement für die Landwirtschaft ging über die Grenzen von Oberpframmern hinaus. Sie trat erst kürzlich der CSU bei und wurde für die Kreistagskandidatur gewonnen, was die Freude über ihren Wahlsieg nun überschattet. Ihre Stimme für die Landwirtschaft war stets sachkundig und unterstützend, ohne belehrend zu wirken. Sie war bis zuletzt mit Begeisterung in ihrem Führungsamt bei den Landfrauen aktiv, plante jedoch, Ende 2022 abzutreten, da sie keine Nachfolgerin finden konnte (Quelle, Quelle).

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Ein Abschied in Trauer

Barbara Kronester hinterlässt ihren Mann, drei Söhne und fünf Enkelkinder. Ein Rosenkranz wird am Freitag um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Andreas in Oberpframmern gebetet. Am Samstag, den 14. März, findet um 10.30 Uhr ein Heiliger Seelengottesdienst in der gleichen Kirche statt, gefolgt von der Beerdigung auf dem Pfarrfriedhof. Ihr plötzlicher Tod hat nicht nur ihre Familie, sondern auch die gesamte Gemeinschaft und ihre Kollegen aus der Landwirtschaft sowie der Politik tief getroffen (Quelle, Quelle).

Barbara Kronester verkörperte eine neue Generation von Landwirtinnen, die nicht nur für die traditionelle Landwirtschaft stehen, sondern auch als Unternehmerinnen und Managerinnen fungieren. Die Vereinten Nationen haben 2026 zum „Jahr der Landwirtin“ ausgerufen, um die Bedeutung von Frauen in der Landwirtschaft zu würdigen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, das gesellschaftliche Bild von Landwirtinnen zu verändern und ihnen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen. Der Wandel hin zur Betriebsleiterin und gleichberechtigten Partnerin ist notwendig, um die Herausforderungen der modernen Landwirtschaft erfolgreich zu meistern und die Ernährungssicherheit sowie die nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen zu fördern (Quelle).