Die Sigel GmbH hat kürzlich eine großzügige Spende in Höhe von 500 Euro an die Donau-Ries-Werkstätten in Asbach-Bäumenheim der Donau-Ries Lebenshilfe übergeben. Diese Initiative ist das Ergebnis der kreativen Weihnachtskartenaktion „Schichtwechsel“, bei der Mitarbeitende der Werkstätten im September 2025 Weihnachtskarten gestalteten. Die Firma Sigel digitalisierte und druckte diese einzigartigen Motive, um sie anschließend zu verkaufen. Der Erlös aus dem Verkauf, kombiniert mit einer Aufstockung durch Sigel, führte zur beeindruckenden Spendensumme von 500 Euro. Die Übergabe der Spende fand persönlich in der Werkstatt der Lebenshilfe statt und wurde von den Auszubildenden Marietta Wiest und Julia Schuster vorgenommen.

Die Donau-Ries-Werkstätten, die auch Standorte in Nördlingen und Wemding haben, setzen sich für die berufliche Teilhabe und die Förderung individueller Fähigkeiten von Menschen mit Einschränkungen ein. Das Ziel dieser Werkstätten ist es, den Beschäftigten nicht nur ein Einkommen zu sichern, sondern auch eine sinnvolle Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Die Aktion „Schichtwechsel“ fördert dabei den Austausch zwischen den Mitarbeitenden der Werkstätten und Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts.

Sigels Engagement für soziale Projekte

Die Sigel GmbH, mit Sitz in Mertingen im Landkreis Donau-Ries, zeigt mit dieser Spende ein starkes Engagement für die Förderung sozialer Projekte in der Region. Durch die Unterstützung der Donau-Ries-Werkstätten möchte das Unternehmen die Zusammenarbeit zwischen Firmen und sozialen Einrichtungen stärken und somit zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen beitragen.

Herausforderungen für Menschen mit Behinderungen

Doch trotz solcher positiven Initiativen steht die Lebenshilfe vor großen Herausforderungen. Sie fordert eine Reform der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, um einen inklusiven Arbeitsmarkt zu schaffen und eine gerechte Entlohnung für Menschen mit Behinderung in Werkstätten zu gewährleisten. Der Fachausschuss der Vereinten Nationen hat die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderungen in Deutschland sowohl 2015 als auch 2023 kritisiert. Viele Werkstattbeschäftigte empfinden das bestehende Entgeltsystem als ungerecht, da der Mindestlohn nicht für sie gilt.

Der 19. Bundestag hat bereits eine Studie zur Entwicklung eines transparenten Entgeltsystems in Werkstätten gefordert, deren Abschlussbericht im September 2023 veröffentlicht wurde. Die Lebenshilfe hat in einem einjährigen Diskussionsprozess, der im September 2021 begann, eine klare Position zur Teilhabe am Arbeitsleben entwickelt. Langfristige Ziele sind die Schaffung eines inklusiven Arbeitsmarktes und eine gerechte Entlohnung, die den Bedürfnissen und Rechten der Menschen mit Behinderungen gerecht wird.

Insgesamt zeigt das Engagement von Sigel, wie wichtig es ist, soziale Verantwortung zu übernehmen und aktiv zur Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit Einschränkungen beizutragen. Solche Initiativen sind nicht nur ein Lichtblick, sondern auch ein Anstoß, über die notwendigen Veränderungen im System nachzudenken und zu handeln.

Für weiterführende Informationen über die Lebenshilfe und deren Forderungen zur Teilhabe am Arbeitsleben besuchen Sie bitte die offizielle Webseite der Lebenshilfe.