Was passiert in Donau-Ries? Ein frischer Wind weht durch den Landkreis, und das liegt an einer besonderen Dame: Lena Krebs. Seit September 2023 als Energie- und Klimaschutzbeauftragte im Einsatz, setzt sie sich für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen ein. Ihre Erziehung, geprägt von Umweltbewusstsein und der Idee, Reparaturen vor Neuanschaffungen zu stellen, spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit einem Abschluss in Volkswirtschaftslehre und einer Spezialisierung im nachhaltigen Wirtschaften bringt Krebs eine Vielzahl von Erfahrungen mit, die sie nun in ihre neue Rolle einfließen lässt.

Krebs sieht großes Potenzial in der Nutzung von Windkraft, Photovoltaik und Flusswärme, um die Energiewende voranzutreiben. Letztes Jahr nahmen bereits 13 Kommunen und zwei Verwaltungsgemeinschaften an einem ersten Treffen des Netzwerks kommunaler Klimaschutz in Donauwörth teil. Ihre Aufgabe ist es, den Austausch zwischen Kommunen zu koordinieren, die oft keinen eigenen Klimaschutzmanager haben. Ein Anliegen von Krebs ist, die Bürgerbeteiligung und Kommunikation im Bereich Klimaschutz zu verbessern, denn nur so kann Akzeptanz für die nötigen Maßnahmen geschaffen werden.

Bürgerbeteiligung als Schlüssel

Ein gewaltiges Thema in Deutschland ist die Bürgerbeteiligung bei der Umsetzung nachhaltiger Projekte. Der Ausbau von Wind- und Solarenergie ist nicht nur wichtig, um die Klimaziele zu erreichen, sondern auch, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu fördern. Wie die Tagesschau berichtet, ist es entscheidend, dass die Interessen lokaler Gemeinschaften beim Ausbau der Windenergie berücksichtigt werden. Ein Beispiel aus Hessen zeigt, dass durch Bürgerbeteiligungen wie Gewinnbeteiligungen die Zustimmung zur Energiewende erheblich steigt. In Heidenrod haben 88 Prozent der Bevölkerung für einen Windpark gestimmt, der der Gemeinde mittlerweile entscheidende Einnahmen sichert.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hebt hervor, dass solche Mitwirkungsmöglichkeiten nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die Kommunen entscheidend sind. Erfolgreiche Beteiligungsinstrumente existieren bereits und sorgen dafür, dass Gemeinden von den finanziellen Erträgen der Windparks profitieren. Dies bringt nicht nur finanzielle Entlastung, sondern stärkt auch die gesellschaftliche Unterstützung für nachhaltige Steuerungsmaßnahmen.

Die Vision für die Zukunft

Lena Krebs hat auch klare Vorstellungen, wie der Landkreis Donau-Ries in den kommenden Jahren klimaschonender agieren kann. Unter anderem plant sie Informationsveranstaltungen zu Themen wie Wärmepumpen in ländlichen Gemeinden und möchte die Mitarbeiter im Landratsamt für den Klimaschutz sensibilisieren. Damit soll das Ziel, bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen, in greifbare Nähe rücken. Langfristig denkt sie sogar an verbesserte Angebote im öffentlichen Nahverkehr, um die Abhängigkeit von Autos zu reduzieren.

Der Landkreis hat bereits ein Projekt zur treibhausgasneutralen Verwaltung initiiert, das sich derzeit in der Projektphase befindet. Krebs ist überzeugt, dass Klimaschutz keine Strafe, sondern eine Chance ist, die eigene Zukunft aktiv zu gestalten. Dabei möchte sie auch Kinder und Jugendliche in Schulen auf das Thema sensibilisieren, um schon früh ein Bewusstsein für Umweltthemen zu schaffen. So könnte das Bewusstsein für Klimaschutz generationenübergreifend gefördert werden.

Neuer Wind, neue Wege – Lena Krebs und die Kommunen im Landkreis Donau-Ries sind fest entschlossen, die Herausforderungen des Klimaschutzes anzugehen. Ein dynamischer Austausch, das Einbeziehen der Bürger und das Teilen von Wissen sind in diesem Prozess unerlässlich und tragen dazu bei, eine positive Wende in der Klimapolitik einzuleiten. Gemeinsam kann es gelingen, die Region zu einem Vorreiter in der Energiewende zu entwickeln.