In Donau-Ries stehen die Zeichen auf Veränderung. Die Junge Union Donau-Ries hat sich zum Ziel gesetzt, mit 30 jungen Kandidatinnen und Kandidaten mehr Einfluss im Kreistag zu gewinnen. Von diesen sind 24 auf der Liste der Aktiven Liste/Junge Bürger und 6 auf der CSU-Kreistagsliste vertreten. Das Durchschnittsalter der Kandidaten liegt bei rund 30 Jahren, was die Initiative besonders dynamisch und zukunftsorientiert erscheinen lässt. Auffällig ist, dass knapp 30 Prozent der Kandidaten Frauen sind, was einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichstellung darstellt. Markus Reichensberger, Vorsitzender der Aktiven Liste/Junge Bürger Donau-Ries e.V., hebt die Vielfalt der Kandidaten hervor, die aus unterschiedlichsten Bereichen wie öffentlichem Dienst, Bauwesen, Landwirtschaft, Gesundheits- und Bildungssektor sowie der Wirtschaft kommen. Viele engagieren sich zudem ehrenamtlich in Institutionen wie der Freiwilligen Feuerwehr oder sozialen Einrichtungen.

Ein zentrales Anliegen der Jungen Union ist es, den generationenübergreifenden Austausch zu fördern. So betont Teresa Lill, ehemalige Vorsitzende des Kreisjugendrings Donau-Ries, den generationalen Anspruch der Kandidaten. Zudem wurde ein Flyer veröffentlicht, der digital auf der Internetseite des Kreisverbands abrufbar ist und die Ziele sowie die Kandidaten vorstellt [Quelle].

Veranstaltungen und Diskussionsforen

Im Rahmen ihrer Aktivitäten organisiert die Junge Union Donau-Ries auch Veranstaltungen, die aktuelle Themen aufgreifen. So fand am 13. Mai eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „AUS FÜRS HAUS? Ist der Traum vom Eigenheim ausgeträumt oder nicht?“ in Möttingen statt. Moderiert von Bauingenieur Marco Pulci, diskutierten namhafte Teilnehmer wie Dominik Schiele, Leiter Baufinanzierung der RVB Ries eG, und Christoph Schmidt, Zimmermeister von der Firma Taglieber Holzbau GmbH, über die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt und die Finanzierung von Baustandards. Zielgruppe der Veranstaltung waren junge Menschen und Bauinteressierte, die sich über die Herausforderungen und Möglichkeiten auf dem Wohnungsmarkt informieren wollten.

Ein weiteres Event, das bereits fest im Kalender steht, ist die Veranstaltung „Kalte Nahwärme – Wärmeversorgung mal anders“, die am 12. Oktober in Nördlingen stattfinden wird. Hier wird Stefan Stölzle, Kommunalbetreuer der Lechwerke AG, einen Impulsvortrag halten. Der Fokus liegt auf innovativen Wärmeversorgungslösungen, wie sie bereits in der Gemeinde Höchstädt umgesetzt wurden. Auch diese Veranstaltung zielt darauf ab, Themen rund um Bauen und Wohnen nachhaltig und zukunftsorientiert zu beleuchten [Quelle].

Nationale Stadtentwicklungspolitik als Kontext

Die Aktivitäten der Jungen Union Donau-Ries sind Teil eines größeren Trends in der Stadtentwicklung, der sich durch die nationale Stadtentwicklungspolitik (NSp) ausdrückt. Diese Initiative, die seit 2007 besteht, fördert integrierte Stadtentwicklung und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen in Städten. Die NSp unterstützt die kommunale Ebene dabei, Transformationsherausforderungen zu bewältigen und fördert Kooperationen sowie Initiativen zur Stadtentwicklung. Ziel ist es, neue Lösungsansätze für Wohnungsbau und Infrastruktur zu entwickeln und die Qualität in der Bau- und Planungskultur zu verbessern [Quelle].

Die Initiative der Jungen Union und die damit verbundenen Veranstaltungen sind nicht nur Ausdruck eines Engagements für die lokale Gemeinschaft, sondern auch Teil eines umfassenderen Dialogs über die Zukunft des Bauens und Wohnens in Deutschland. Es bleibt spannend zu beobachten, wie diese jungen Stimmen im Kreistag Gehör finden und welche Impulse sie setzen werden.