Im Landkreis Donau-Ries tut sich vieles in Sachen Wohnraumgestaltung. Der Fokus liegt dabei klar auf der Reaktivierung bestehender Strukturen anstatt auf dem Neubau. Donau-Ries aktuell berichtet, dass Landrat Lettenbauer die Bedeutung des Umbaus leerstehender Gebäude betont. Diese ungenutzten Flächen, sei es von alten Höfen oder nicht mehr verwendeten Gewerbeimmobilien, stellen ein großes Potenzial dar, um den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.
Das Ziel ist klar: schneller, einfacher und günstiger umbauen! Auf diese Weise sollen Flächen geschont und Kosten gesenkt werden. Das ist besonders wichtig, um Wohnraum genau dort zu schaffen, wo er gebraucht wird. Besonders wichtig ist Lettenbauer die Unterstützung von Alleinstehenden und Erbengemeinschaften, die oft vor großen Herausforderungen stehen. Er bietet eigene Sprechstunden an, um individuelle Lösungen zu finden.
Neuer Wind für alte Gebäude
Doch das ist nicht alles. Die Nutzung von Tauschbörsen für Wohnungen und Häuser hat in der Region noch viel Luft nach oben. Den Donau-Riesern ist diese Möglichkeit oft kein Begriff oder sie nutzen sie zu wenig. Deshalb arbeitet Lettenbauer an der Einrichtung einer regionalen Tauschbörse, um das Potenzial dieser Plattformen auszuschöpfen. Es gilt nun, die Ansiedlung und Rückkehr von Menschen in den Landkreis zu fördern, denn bezahlbares Wohnen ist ein entscheidender Faktor für die Zukunft der Region.
Auf der bundesweiten Ebene gibt es zusätzliche Impulse zur Aktivierung leerstehender Immobilien. Am 21. Januar 2025 wurde die Online-Plattform „Potenzial Leerstand“ von Bundesbauministerin Klara Geywitz ins Leben gerufen. Laut BBSR dürfen sich Kommunen, sowie private und öffentliche Initiativen auf wertvolle Informationen zur Reaktivierung dieser Gebäude freuen. Die Plattform bietet Beispiele erfolgreicher Umnutzungen von leerstehenden Immobilien, etwa in Naumburg oder Wunsiedel.
Vielschichtige Strategien für ländliche Räume
Doch die Herausforderungen sind vielschichtig. Der Gebäudesektor steht unter Druck durch Faktoren wie fehlenden Wohnraum, gestiegene Kreditzinsen und hohe Baukosten. Umso wichtiger wird das Engagement des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMLEH), das sich am „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ beteiligt. Laut BMLEH wird eine Handlungsstrategie zur Aktivierung leerstehender Gebäude angestrebt, um Kommunen und Privatpersonen zu motivieren, diese Potenziale zu nutzen.
Um bestmögliche Lösungen zu finden, werden in einem Wissenstransfer-Projekt Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse ausgewertet. Parallel dazu erarbeitet das BMLEH Strategien zur Innenentwicklung und Leerstandsbekämpfung, die ab April 2024 greifen werden. Das Interesse gilt vor allem der Frage: Welche Maßnahmen funktionieren gut und warum gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Orten?
Der Landkreis Donau-Ries ist also in Bewegung – und das mit einem klaren Ziel: Einen nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum für die Zukunft zu schaffen!



