Im beschaulichen Bäumenheim hat die CSU am Wochenende ihren Wahlkampfauftakt gefeiert. Mit von der Partie waren Landtagspräsidentin Ilse Aigner und die stellvertretende Landrätin Claudia Marb, die die Bürger:innen mit einem breiten Lächeln und vielen Ideen begrüßten. Aigner, die als eine der zentralen Figuren des Abends galt, unterstützte Marb und schüttelte sich fleißig die Hände mit den Anwesenden. Ihre klare Botschaft – „Wir müssen nah bei den Menschen sein“ – stellte Marb eindringlich in den Mittelpunkt ihrer Präsentation.
Marb betonte, dass sie nicht nur eine Stimme im Landratsamt sein möchte, sondern dass sie auch Ideen für den Landkreis hat. Mit einem Plädoyer für aktive Wirtschaftsförderung und digitaler Nahversorgung erklärte sie: „Ich plane regelmäßige Bürgersprechstunden – bei mir ist die Tür immer offen.“ Dabei wird Marb auch die Digitalisierung der Bayerischen Ehrenamtskarte vorantreiben, um das Engagement in der Region zu würdigen und zu fördern.
Wirtschaftliche Herausforderungen und Möglichkeiten
Der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange lobte Marb als starke Frau im Wahlkampf und sprach den Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Donau-Ries-Kreis an, die trotz aller Schwierigkeiten auf einem niedrigen Niveau geblieben sind. „Es ist wichtig, den Standort Deutschland zu stärken!“, forderte Geda-Geschäftsführer Johann Sailer. Er sieht den Wettbewerb mit europäischen und asiatischen Unternehmen als Herausforderung, die nur durch weniger Regularien und mehr Innovationsschub bewältigt werden kann.
Aigner beschrieb Deutschland metaphorisch als „schwerfälligen Tanker“, der Zeit benötigt, um Kurs zu halten, und unterstrich die Dringlichkeit, Bürokratie abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. „Technologie muss über Ideologie stehen“, so Aigner weiter, während sie gleichzeitig Steuererhöhungen ablehnte. Diese Strategien sind essentiell, um in einer von schnelllebigen Entwicklungen geprägten Wirtschaft nicht ins Hintertreffen zu geraten.
Demografische Veränderungen aktiv angehen
Ein Thema, das nicht nur in Bäumenheim, sondern deutschlandweit von relevanter Bedeutung ist, ist der demografische Wandel. Laut dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat bekommt Deutschland diesen Wandel in den kommenden Jahrzehnten stark zu spüren. Es ist besorgniserregend, dass ohne Zuwanderung die Gesamtbevölkerung schrumpfen würde.
In vielen ländlichen Regionen, so das Ministerium weiter, gibt es jedoch zugleich positive Entwicklungen durch Zuzüge aus teureren Städten. Solche Zuwanderer bringen neue Formen des digitalen Arbeitens mit in die Region, wodurch diese bevölkerungsreicheren Gebieten Chancen auf eine positive Entwicklung geben können. Der Fokus auf innovative Ansätze in der ländlichen Entwicklung wird von den Verantwortlichen der Bundesregierung stets betont, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu gewährleisten.
Marb plädiert in ihren Reden stets dafür, solche positiven Tendenzen aktiv zu fördern. Sie sieht Potenzial in Modellen, die durch das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung unterstützt werden, um Herausforderungen wie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Betreuung zu meistern.
Insgesamt zeigt das Event in Bäumenheim einen klaren Willen der CSU, sowohl auf kommunale Anliegen als auch auf überregionale Herausforderungen wie den demografischen Wandel und die Wirtschaftsentwicklung aktiv einzugehen. Die Unterstützung von Aigner für Marb ist dabei ebenso ein Zeichen von Kontinuität wie ein Schritt nach vorne in der lokalpolitischen Landschaft.