Die Umweltstation im Landkreis Dingolfing-Landau hat ein bemerkenswertes Jahr 2025 hinter sich. Unter der Leitung von Bettina Zimmer wurden 104 Veranstaltungen organisiert, die rund 2.500 Menschen anlockten. Beeindruckend ist, dass etwa die Hälfte der Teilnehmer unter 18 Jahre alt war. Im Vergleich dazu hatten im Vorjahr 2024 lediglich 75 Veranstaltungen mit insgesamt 1.500 Teilnehmenden stattgefunden. Diese Entwicklung verdeutlicht ein wachsendes Interesse an Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in der Region. Landrat Werner Bumeder würdigte die Arbeit von Bettina Zimmer und ihrem Team, die Wissen auf eine verständliche Weise vermitteln und damit alle Altersgruppen ansprechen.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Umweltstation ist die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern, darunter Museen, Schulen, Verbände, Behörden, Vereine und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Zu den Highlights des vergangenen Jahres zählten Themenwochen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen, eine Artikelserie zu Natura 2000 mit Gebietsführungen, eine Karikaturenausstellung mit dem Titel „Glänzende Aussichten“ und der Aktionstag „Bildung für die Zukunft“, bei dem das erste Wildbienenfenster in Marklkofen präsentiert wurde. Die Umweltstation wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt und erhält jährlich 30.000 Euro als „Staatlich anerkannte Umweltstation“ sowie „Qualitätsnetzwerkpartner“.

Faszination für Natur und Umwelt

Die Umweltstation hat sich das Ziel gesetzt, Menschen für die Natur, Umwelt und nachhaltige Entwicklung zu begeistern und ihre Kompetenzen zu stärken. Sie bietet spannende Naturerlebnisse in den vielfältigen Lebensräumen des Landkreises Dingolfing-Landau und legt den Fokus darauf, die Natur erlebbar zu machen und deren Zusammenhang mit dem eigenen Leben aufzuzeigen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören die Biodiversität in Erde, Wasser und Luft sowie die Erklärung regionaler Lebensräume und deren Nutzung.

Eine breite Zielgruppe wird angesprochen, von Gruppen aus Kindergärten und Schulen bis hin zu Multiplikatoren wie pädagogischen Kräften und interessierten Bürgerinnen und Bürgern aller Altersgruppen. Aktuelle Aktivitäten umfassen Exkursionen, Vorträge und Workshops an verschiedenen Aktionsorten im Landkreis. Darüber hinaus werden Bildungsmaterialien an Kindergärten, Schulen und öffentliche Einrichtungen verliehen, um das Bewusstsein für Natur und Nachhaltigkeit weiter zu fördern. Die Vision der Umweltstation für das Jahr 2030 ist, dass „nachhaltiges Leben Normalität“ wird, was durch die Vernetzung mit lokalen Akteuren und Einrichtungen unterstützt wird.

Beteiligung junger Menschen für eine nachhaltige Zukunft

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass junge Menschen aktiv an der Bildung für Nachhaltigkeit beteiligt werden. Ihre Beteiligung ist ein zentraler Aspekt für die Transformation der Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit. Kinder und Jugendliche sollten bereits in die Konzeption und Methodik von Umweltbildungsangeboten einbezogen werden. Die Wirksamkeit solcher Projekte hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere in informellen und außerschulischen Bildungssituationen. Dies zeigt sich in aktuellen Forschungsfragen, die sich mit den Voraussetzungen für zielgruppengerechte Umweltbildungsangebote und den Möglichkeiten zur Erreichung der beabsichtigten Wirksamkeit beschäftigen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Veröffentlichungen des Umweltbundesamtes.

Ein Blick in die Zukunft

Mit einer Neuauflage des Naturerlebnisfestes, das für Sonntag, den 14. Juni, in Landau geplant ist, setzt die Umweltstation ein weiteres Zeichen für die Bedeutung von Umweltbildung und nachhaltiger Entwicklung. Die positiven Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass das Engagement der Umweltstation und ihrer Partner nicht nur Früchte trägt, sondern auch eine Inspiration für andere Regionen sein kann. Weitere Informationen über die vielfältigen Umweltbildungsangebote im Landkreis Dingolfing-Landau finden Sie auf der Website der Umweltstation.