In Dingolfing-Landau wird derzeit ein zukunftsweisendes Projekt realisiert: Der Neubau für das Operationszentrum und das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) am Donauisar-Klinikum steht kurz vor der Fertigstellung. Bei einem Rundgang mit Bauleiter Paul Rapp, dem DIK-Vorstand, dem Verwaltungsratsvorsitzenden, dem Ärztlichen Direktor und der Architektin wurden die Fortschritte des Projekts vorgestellt. Die Gesamtbruttofläche des Neubaus beträgt etwa 4200 Quadratmeter und soll moderne Medizin sowie eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung in der Region bieten. Besonders bemerkenswert sind die vier hochmodernen OP-Säle, die mit einem Aufwachraum und einem Sterilgutbereich ausgestattet werden.
Die Planung des Neubaus sieht optimierte Abläufe und kurze Wege für planbare und notwendige Operationen vor. Interaktive OP-Lampen, die auf Bewegungen der Mediziner reagieren, sowie ein geneigter Operationstisch für optimalen Arbeitswinkel sind weitere Highlights des neuen Zentrums. Der Baubeginn war im August 2023, und der Einzug in den Neubau ist für April 2026 geplant. Der MVZ wird über einen eigenen Eingang und Fachbereiche wie Kardiologie, Innere Medizin/Gastroenterologie, Chirurgie, Gynäkologie und Anästhesie verfügen. Zudem wird eine direkte Anbindung an das Bestandsgebäude geschaffen, um eine optimale Vernetzung der medizinischen Abteilungen zu gewährleisten.
Nachhaltige Lösungen und moderne Technik
Der Neubau setzt auch auf nachhaltige Lösungen: Die Fassade orientiert sich an der bestehenden Krankenhausarchitektur, und eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sorgt für umweltfreundliche Energiegewinnung. Die Außenanlagen berücksichtigen zudem einen Hubschrauberlandeplatz und einen Patientengarten, der den Genesungssuchenden zugutekommt. Für eine nachhaltige Beheizung des Gebäudes ist ein unterirdischer Verbindungsgang zur Fernwärmeversorgung geplant. Frischluft für die Operationssäle wird über eine moderne Außenluftansaugung zugeführt, um hohe hygienische Standards zu gewährleisten. Das Technik-Kellergeschoss ist so groß wie eine komplette Etage und beherbergt die moderne Gebäudetechnik.
Dieses Projekt ist nicht nur ein Meilenstein für das Donauisar-Klinikum, sondern auch ein Quantensprung für die regionale Gesundheitsversorgung. Die Landräte Werner Bumeder und Bernd Sibler betonen die Bedeutung des Neubaus und die Verantwortung für die regionale Versorgung sowie die Notwendigkeit der Spezialisierung. Darüber hinaus wurde das Projekt mit einer Förderung im zweistelligen Millionenbereich durch den Freistaat Bayern unterstützt. Klinikvorstand Dr. Inge Wolff dankt dem Verwaltungsrat und dem Dingolfinger Kreistag für ihre Unterstützung während der Bauvorbereitung.
Bayerns Medizintechnik im Fokus
Bayern bildet ein weltweit führendes Medizintechnik-Ökosystem, das durch eine erstklassige medizinisch-klinische Infrastruktur geprägt ist. Die Cluster Medizintechnik unterstützen gezielt die Kooperation und Vernetzung der Branchenakteure. Über 400 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheitsversorgung und Politik sind im Cluster vereint, um Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu stimulieren sowie digitale und internationale Herausforderungen im Gesundheitswesen anzugehen. Solche Initiativen helfen, passgenaue Rahmenbedingungen und Lösungen für die Gesundheitswirtschaft zu schaffen, was für die Region Dingolfing-Landau von großer Bedeutung ist.
Insgesamt zeigt der Neubau des Operationszentrums am Donauisar-Klinikum, wie durch innovative Architektur und moderne Technik die medizinische Versorgung in der Region nachhaltig verbessert werden kann. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann sich ausführlich über die Pläne auf den Seiten der Passauer Neuen Presse oder der Donau-Isar-Klinik informieren.