Am Sonntagmorgen, dem 8. Februar 2026, wurde die Polizei in Dingolfing-Landau alarmiert. Gegen 5:07 Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer einen Geisterfahrer auf der A92 in Fahrtrichtung Deggendorf. Ein Ford-Fahrer hatte an der Anschlussstelle Dingolfing-Ost in die falsche Richtung auf die Autobahn aufgefahren und beschleunigte auf bis zu 140 km/h. Der Geisterfahrer wendete später zwischen den Anschlussstellen Wörth an der Isar und Dingolfing-West und fuhr schließlich wieder in die richtige Richtung. Die Polizei fahndete nach dem Fahrer und traf einen 41-jährigen deutsch-polnischen Mann in seinem Auto an. Er konnte jedoch keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen und wies eine erhebliche Alkoholisierung auf. Eine Blutentnahme wurde bei ihm durchgeführt. Die Polizei bittet gefährdete Fahrzeugführer oder Zeugen, sich mit der Autobahnpolizeistation Wörth a.d. Isar unter der Telefonnummer 08702/948299-0 in Verbindung zu setzen. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel.
Die Gefahr von Geisterfahrern, wie der Vorfall zeigt, ist ein ernstes Problem auf deutschen Autobahnen. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich erst vor kurzem am Dienstagnachmittag auf der A92 bei Dingolfing. Ein 77-jähriger Falschfahrer aus dem Raum Deggendorf verstarb nach einer Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug, nachdem er in Fahrtrichtung Deggendorf in die entgegengesetzte Richtung fuhr. Der Unfall ereignete sich um 15:15 Uhr, und es gingen mehrere Meldungen über einen Geisterfahrer ein. Der Falschfahrer hatte keinen Sicherheitsgurt angelegt, was möglicherweise zu den schweren Folgen beitrug. Die Insassen des anderen Fahrzeugs, ein 28-jähriger Mann und eine 20-jährige Frau aus dem Kreis Dingolfing-Landau, wurden leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der Gesamtschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung München bis 20 Uhr komplett gesperrt werden, der Verkehr wurde ab der Anschlussstelle Pilsting umgeleitet. Im Jahr 2023 gab es in Bayern insgesamt 45 Geisterfahrerunfälle, von denen vier tödlich waren. Für eine umfassendere Perspektive auf Geisterfahrerunfälle in Bayern, siehe auch diesen Artikel.
Ursachen und Prävention von Geisterfahrten
Die Ursachen für das Falschfahren sind vielfältig. Oftmals sind es Ablenkungen am Steuer oder gesundheitliche Probleme, die Fahrer dazu bringen, die Orientierung zu verlieren. Die Tatsache, dass der 77-jährige Falschfahrer äußerst rechts auf der Autobahn fuhr und versuchte, Unfälle zu vermeiden, deutet darauf hin, dass er sich der Gefahr bewusst war. Dennoch bleibt es alarmierend, dass solche Vorfälle in der Regel mit schweren Folgen verbunden sind. Das Bewusstsein für die Gefahren des Geisterfahrens muss geschärft werden, sowohl bei Fahrern als auch bei den Behörden, um präventive Maßnahmen zu ergreifen und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.
Geisterfahrerunfälle sind in Bayern zwar selten, doch die Tragödien, die sie mit sich bringen, sind umso verheerender. Im Jahr 2022 starben in Bayern insgesamt 120 Personen aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit, während 38 bei Überholvorgängen ihr Leben verloren. Diese Statistiken verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Verkehrssicherheit zu verbessern und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um solche Vorfälle zu verhindern. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol und das Tragen von Sicherheitsgurten sind grundlegende Schritte, die jeder Fahrer beachten sollte, um sich und andere zu schützen.