Ermittlungen wegen Untreue: Klinikum Deggendorf stellt Geschäftsbetrieb ein
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Landshut gegen das Donau-Isar-Klinikum Deggendorf-Dingolfing-Landau wegen Untreue und Insolvenz.

Ermittlungen wegen Untreue: Klinikum Deggendorf stellt Geschäftsbetrieb ein
Im Donau-Isar-Klinikum Deggendorf-Dingolfing-Landau brodelt es gewaltig. Die Staatsanwaltschaft Landshut hat begonnen, wegen des Verdachts auf Untreue, Insolvenzdelikte und sogar Vorenthalten von Arbeitsentgelt zu ermitteln. Die Kriminalpolizei setzte dazu Durchsuchungsbeschlüsse um und ging am Mittwoch in die Räumlichkeiten des Klinikums sowie angrenzender medizinischer Versorgungszentren (MVZ) und sicherte entsprechendes Material zur weiteren Auswertung. Diese Information wurde von BR.de bestätigt.
Die Ermittlungen sind noch in der Anfangsphase und richten sich gegen eine Person. Es gilt die Unschuldsvermutung, und derzeit können keine weiteren Details veröffentlicht werden. Das Klinikum selbst ist ein Kommunalunternehmen, das durch die Vorwürfe unter Druck geraten ist. Der Vorstand hat entschieden, die Geschäfte bis auf Weiteres ruhen zu lassen. Diese Maßnahme ist jedoch nicht als abschließende rechtliche Bewertung zu verstehen, wie die Verantwortlichen betonen. Amelie Becher wird vorübergehend die Geschäfte übernehmen, nachdem Dr. Inge Wolff regulär zum Jahreswechsel scheiden sollte. Süddeutsche Zeitung berichtet, dass das Klinikum Interesse an Aufklärung zeigt und bereit ist, eng mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten.
Medizinische Versorgung garantieren
Die Patienten müssen sich jedoch keine Sorgen machen: Die medizinische Versorgung an den drei Standorten des Klinikums ist weiterhin in vollem Umfang gewährleistet. Trotz der internen Turbulenzen bleibt der Betrieb normal, was für die zahlreichen Patientinnen und Patienten von zentraler Bedeutung ist. Die betroffenen Einrichtungen sind neben dem Klinikum auch die DIK Service GmbH, die MVZ Klinikum Deggendorf GmbH, die MVZ Landau an der Isar GmbH sowie die MVZ DONAUISAR Klinikum Dingolfing GmbH.
Der Vorstand hebt zudem hervor, dass die Ermittlungen ausschließlich Vorgänge in der Verwaltung betreffen und nicht die medizinischen Abläufe beeinflussen. Dies lässt darauf schließen, dass der Fokus der Ermittlungen nicht auf der klinischen Versorgung liegt, sondern vielmehr auf finanziellen Angelegenheiten. An dieser Stelle ist es wichtig, die Transparenz des Klinikums und seine Verantwortung gegenüber den Patientinnen und Patienten hervorzuheben. Oldie Welle betont, dass die Situation für alle Beteiligten anspruchsvoll ist, insbesondere während der laufenden Ermittlungen.
Die kommenden Wochen könnten entscheidend für die Zukunft des Klinikums und die beteiligten Personen sein. Während die Ermittlungen weiterhin fortschreiten, bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen dies für die Organisation im Ganzen haben wird.