Die Zeit vom 6. bis 15. März steht in Donauwörth und Nördlingen ganz im Zeichen der Archive. Im Rahmen der Themenwoche „Alte Heimat, Neue Heimat“ laden mehrere Stadtarchive und Institutionen die Öffentlichkeit ein, die faszinierende Welt der Archive kennenzulernen. „Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, welche Schätze in unseren Archiven ruhen und welche Bedeutung sie für die historische Identität haben“, erklärt ein Vertreter des Stadtarchivs Donauwörth. An dieser spannenden Initiative sind das Stadtarchiv Donauwörth, das Stadtarchiv Nördlingen, das Stadtarchiv Wertingen, das Stadtarchiv Dillingen sowie das Fürstlich und Gräflich Fuggersche Familien- und Stiftungsarchiv Dillingen beteiligt. Diese Archive sind nicht nur Hüter von Dokumenten und Urkunden, sie sind auch Orte des Wissens und der Forschung.
Das Programm dieser Themenwoche ist abwechslungsreich und sorgt für Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der Archive. In den kommenden Tagen stehen Vorträge, Ausstellungen, Blogbeiträge, Archivführungen und Stadtrundgänge auf dem Plan. So findet am 6. März im Stadtarchiv Donauwörth von 14 bis 18 Uhr das Event unter dem Motto „Der Vergangenheit eine Zukunft!“ statt. Ein Highlight ist der Vortrag von Kinga Sréter M.A., die um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Nördlingen referiert. Ihr Thema „Von der Archäologie ins Archiv: Das Erlebnis, Geschichte in die Hand zu nehmen“ verspricht nicht nur interessante Einblicke, sondern auch eine spannende Verbindung zwischen den Disziplinen.
Ein Blick in die Archive
Besonders das Stadtarchiv Nördlingen gilt als eines der wertvollsten in Deutschland. Es bewahrt das Gedächtnis der ehemaligen freien Reichsstadt und Große Kreisstadt Nördlingen. Die Archive hierzulande leisten Grundlagenarbeit für die historische Identität und die Forschung. Dabei sind die Hauptaufgaben des Stadtarchivs die Bewertung, Erhaltung und Erschließung der Unterlagen. „Wir unterstützen auch die Stadtverwaltung und stehen als Ansprechpartner für Fragen zur Stadtgeschichte zur Verfügung“, so eine Archivmitarbeiterin.
Um das Archiv zu besuchen, ist eine vorherige Terminvereinbarung notwendig, die über E-Mail an stadtarchiv@noerdlingen.de erfolgen kann. Dies sollte mindestens fünf Werktage vor dem gewünschten Termin geschehen. Transaktionen, die im Archiv stattfinden, sind nach medizinisch-konservatorischen Maßnahmen organisiert, um eine langfristige und unbeschädigte Erhaltung sicherzustellen. Diebesten Stücke werden durch Nachlässe und Sammlungen von Privatpersonen ergänzt, was die Vielfalt der Bestände erhöht.
Digitale Angebote erweitern den Zugang
Eine interessante Entwicklung ist das Archivportal-D, das unter www.archivportal-d.de zu finden ist. Dieses Portal ermöglicht eine umfassende, kostenlose Recherche in deutschen Archiven und erleichtert den Zugang zu wertvollem Archivgut erheblich. Vor der Einführung des Portals mussten Wissenschaftler und Geschichtsinteressierte oft die Archive vor Ort aufsuchen. Jetzt können sie von zu Hause aus nach über 25 Millionen Datensätzen suchen. Das Portal bietet nicht nur Kontaktinformationen und Beständeübersichten, sondern auch personalisierte Funktionen wie Merklisten und Downloadmöglichkeiten.
In einer Zeit, in der digitale Angebote immer wichtiger werden, zeigen diese interaktiven Möglichkeiten, dass Archive nicht nur Orte der Vergangenheit sind, sondern auch Brücken in die Zukunft schlagen können. Die Eröffnung dieser Themenwoche symbolisiert die unaufhörliche Neugier auf unsere Geschichte und die Botschaft, dass das Wissen um die Vergangenheit nicht nur für Historiker, sondern für alle Bürger von Bedeutung ist.
So heißt es: Schauen Sie vorbei, nehmen Sie Teil an den Veranstaltungen und erleben Sie die Schätze, die unsere Archive zu bieten haben! Vielleicht findet man dabei ja sogar eine Geschichte, die einen persönlich betrifft.



