Am Dillinger Bahnhof hat sich einiges getan: Nach intensiven Umbauarbeiten wurde nun der barrierefreie Ausbau erfolgreich abgeschlossen. Täglich nutzen etwa 1800 Reisende diese wichtige Station im Landkreis. Damit können nun auch Rollstuhlfahrer, Menschen mit Krücken und Familien mit Kinderwagen den Bahnhof problemlos nutzen, was zuvor eine große Herausforderung darstellte. Die umfassende Modernisierung wurde mit einer Investition von rund 21,5 Millionen Euro realisiert, die sich aus Mitteln von Bund, Freistaat Bayern, Stadt Dillingen und der Deutschen Bahn zusammensetzt. Dies berichtet die Augsburger Allgemeine.
Der Umbau umfasst neben dem Einbau von drei neuen Aufzügen auch ein neues Blindenleitsystem, damit auch sehbehinderte Menschen leichter ihren Weg finden können. Die alte Problemstellung, dass man stufenlos in die Züge einsteigen konnte, gehört der Vergangenheit an. Die Bahnsteige sind nun über eine moderne Personenunterführung barrierefrei erreichbar, was den Reisenden deutlich mehr Komfort und Selbstständigkeit bietet. Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär, hebt hervor, wie wichtig dieses Projekt für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger ist, und wie es schließlich dazu beiträgt, den Bahnhof attraktiver zu gestalten. Dies wird auch von Deutsche Bahn bestätigt.
Ein gelungener Umbau mit Weitblick
Die neue Ausstattung des Dillinger Bahnhofs lässt keine Wünsche offen. Dazu gehören auch Überdachungen am Bahnsteig sowie ein Wetterschutzhaus, das den Reisenden bei unterschiedlichem Wetter Schutz bietet. Das neue Informations- und Wegeleitsystem sorgt dafür, dass sich alle Fahrgäste schnell zurechtfinden. Die Maßnahmen wurden im Rahmen des „Programms Zukunftsbahnhöfe“ geplant, wofür Oberbürgermeister Frank Kunz sich herzlich für die Unterstützung bedankt. Die Bedeutung solcher Infrastrukturprojekte ist auch in höheren Kreisen bekannt, denn der Bund hat allein 13,8 Millionen Euro für die Attraktivitätssteigerung und Barrierefreiheit bereitgestellt.
Darüber hinaus zeigt sich, dass die Verantwortung für die Barrierefreiheit nicht allein bei den Bahnbetreibern liegt, sondern durch Maßnahmen der Eisenbahninfrastrukturunternehmen gewährleistet wird. Mit Blick auf die tiefere Materie haben auch entsprechende Programme wie die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) und die damit verbundenen Qualitätskennzahlen maßgeblichen Einfluss, um alle Bahnhöfe nach modernen Standards barrierefrei zu gestalten.
Das wohl beste Beispiel ist der Dillinger Bahnhof, der nicht nur als wichtigste Station im Landkreis agiert, sondern jetzt auch als Vorzeigeprojekt für Barrierefreiheit und moderne Eisenbahninfrastruktur dient. Dank der gelungenen Umsätze wird der Bahnhof künftig ein zentraler Punkt für komfortable Mobilität im ländlichen Raum sein.



