Am 27. Februar 2026 wird die neue Sechsfeld-Turnhalle am Schulzentrum Deggendorf feierlich eingeweiht. Dieses Bauprojekt, das etwa zweieinhalb Jahre in Anspruch nahm, wird als Meilenstein für die sportliche Infrastruktur in der Region angesehen. Die Notwendigkeit für die neue Halle wurde von der Regierung von Niederbayern erkannt, weshalb der Kreistag beschloss, die alte Dreifeld-Sporthalle durch eine moderne Sechsfeld-Halle zu ersetzen, die nun auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung steht. Die Halle dient nicht nur dem Sportunterricht des Robert-Koch-Gymnasiums und der Berufsschulen I und II, sondern bietet auch Raum für zahlreiche Sportangebote der Vereine vor Ort. Laut pnp.de wird die Halle in der Lage sein, bis zu 200 Personen gleichzeitig Platz zu bieten, wobei der Hallenkorpus insgesamt 3.900 Quadratmeter beträgt.
Doch was bietet die neue Turnhalle genau? Mit einer lichte Höhe von sieben Metern ist die untere Halle ideal für Wettkämpfe geeignet. Zudem sind im Hallenboden spezielle Hülsen für Reck und andere Sportgeräte eingelassen. Eine Galerie mit zwei Sitzstufen und einem Stehplatzgang verspricht zusätzlich Platz für bis zu 200 Zuschauer. In der Zwischenebene befinden sich zwei Konditionsräume, einer sogar mit Wandverspiegelung für den Tanzunterricht, während der andere mit modernen Fitnessgeräten ausgestattet ist.
Ein umfassendes Bauvorhaben
Der Neubau der Sechsfeld-Sporthalle ist Teil einer Gesamtmaßnahme, die von 2015 bis 2027 in mehreren Phasen umgesetzt wird. Die ersten Schritte hin zu einem modernen Schulzentrum wurden bereits im Jahr 2015 mit der Nutzungsaufnahme des Robert-Koch-Gymnasiums eingeleitet. Aktuell wird die Sechsfeld-Sporthalle östlich des Gymnasiums und nördlich der Wirtschaftsschule errichtet. Laut Informationen von landkreis-deggendorf.de wurde dafür auch ein Altbestand der Berufsschule I auf dem Baufeld in eine Containeranlage verlegt, um die Bauarbeiten nicht zu beeinträchtigen.
Die Sechsfeld-Sporthalle selbst besteht aus zwei übereinander liegenden Dreifachturnhallen. Der südliche Teil umfasst einen dreigeschossigen Funktionsbau, der Umkleiden, Sanitärbereiche sowie Geräteraume beherbergt. Ein zentrales Technikzentrum sorgt dabei für hohe Effizienz im Betrieb. Zudem wird die Halle durch ein Nahwärmenetz und eine hochmoderne Lüftungsanlage unterstützt.
Nachhaltige Aspekte und Förderung
Ein weiterer Aspekt, der bei der Planung berücksichtigt wurde, ist die Nachhaltigkeit. Die Sporthalle wird mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet und das Flachdach des Umkleidetraktes fungiert als retentionsfähiges Gründach. Für die energetische Sanierung und Modernisierung von Sportstätten werden seitens des Bundes große Gelder bereitgestellt. Im aktuellen Programm zur Sanierung kommunaler Sportstätten stehen 333 Millionen Euro zur Verfügung, und es sind sogar bis zu einer Milliarde Euro bis Ende der Legislaturperiode angedacht. Städte und Gemeinden können bis zum 15. Januar 2026 Projektskizzen für Fördermittel einreichen, was auch für Deggendorf von Bedeutung sein könnte. Informationen dazu gibt es auf der Seite des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Mit der baldigen Eröffnung der neuen Sechsfeld-Sporthalle zeigt sich das Schulzentrum Deggendorf bestens gerüstet für die Zukunft. Die Kombination aus modernster Architektur, funktionalen Räumlichkeiten und dem Engagement für Nachhaltigkeit könnte sich als wahres Vorzeigeprojekt für die Region auszeichnen.



