Lebensretter im Landkreis Deggendorf: 300 Erste-Hilfe-Helden bereit!
Im Landkreis Deggendorf starten 300 Mobile Retter, um schnelle Erste Hilfe zu leisten. Projektziel: Leben retten in abgelegenen Gebieten.

Lebensretter im Landkreis Deggendorf: 300 Erste-Hilfe-Helden bereit!
Im Landkreis Deggendorf gibt es einen neuen Lichtblick für die schnelle medizinische Erstversorgung. Das Projekt „Mobile Retter“, initiiert von Landrat Bernd Sibler in Zusammenarbeit mit Dr. Ila Schnabel, zielt darauf ab, Leben zu retten – besonders in den Randbereichen und abgelegenen Dörfern, wo Rettungswagen oft länger brauchen, um zu helfen. Durch eine gut organisierte Alarmierung können nun geschulte Freiwillige sofort zur Stelle sein, wenn es darauf ankommt.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist eine informative Broschüre, die im Landratsamt erhältlich ist. Sie erläutert den Ablauf der Mobilen Retter, die bereits in der Region zum Einsatz kommen. Landrat Sibler, der das Projekt als Herzensprojekt bezeichnet, hebt hervor, dass die Mobilen Retter in kritischen Situationen wie Herz-Kreislauf-Stillstand oder Bewusstlosigkeit schnelle Hilfe leisten können.
Am 20. Mai 2025 hat der offizielle Alarmierungsstart stattgefunden. Über die Rettungsleitstelle in Straubing werden die Mobilen Retter per App alarmiert, sodass sie meist schneller am Notfallort sind als der Rettungsdienst, der im Schnitt nach neun Minuten eintrifft. Doch oft ist diese Zeitspanne zu lang; daher ist die schnelle Reaktion von qualifizierten Ersthelfern so wichtig. Diese können bereits mit lebensrettenden Maßnahmen beginnen, sodass wertvolle Minuten gewonnen werden können, bis der Rettungswagen eintrifft. Bisher wurden 300 Ersthelfer geschult und stehen für solche Einsätze bereit, die von der örtlichen Leitstelle automatisiert alarmiert werden.
Wie funktioniert die Alarmierung?
Die Alarmierung der Mobilen Retter erfolgt durch eine spezielle App. Diese hat sich als äußerst effektiv erwiesen, da sie nicht nur Ersthelfer, sondern auch diejenigen alarmieren kann, die in der Nähe befindliche AEDs (Automatisierte Externe Defibrillatoren) besitzen. In Deutschland sind diese lebensrettenden Geräte an vielen öffentlich zugänglichen Orten installiert und können von jedem bedient werden. Somit werden die Chancen erhöht, schwer verletzten Personen das Leben zu retten. Dies macht das Projekt besonders wertvoll, da es die Rettungskette stärkt, ohne die bestehende Struktur des Rettungsdienstes grundlegend zu verändern.
Das Engagement der Teilnehmer wird sehr geschätzt. Personen, die sich als Mobile Retter registrieren möchten, sollten über eine rettungsdienstliche oder medizinische Ausbildung verfügen, aus der Gesundheits- oder Krankenpflege kommen oder Mitglied einer Hilfsorganisation sein und mindestens 18 Jahre alt sein. Das erforderliche Training und die Registrierung erfolgen ebenfalls über die App, wodurch die Teilnahme am Projekt vereinfacht wird.
Das Projekt „Mobile Retter“ wird von verschiedenen Hilfsorganisationen und Sponsoren unterstützt und ist ein schöner Schritt in Richtung einer effektiveren Notfallversorgung im Landkreis Deggendorf. Es zeigt, wie wichtig es ist, in jeder Gemeinde gut vorbereitet zu sein und im Notfall schnell und effizient reagieren zu können.
Abschließend bleibt zu sagen, dass mit der Initiative „Mobile Retter“ nicht nur die Hilfsbereitschaft der Bürger gefördert wird, sondern gleichzeitig auch eine nachhaltige und wertvolle Verbesserung der Erstversorgung in Notsituationen erreicht werden kann. Durch diese ehrenamtliche Unterstützung könnte künftig so manch ein Leben gerettet werden.
Für mehr Informationen rund um das Projekt, besuchen Sie die Webseiten von idowa, Landkreis Deggendorf und Mobile Retter.