Im sportlichen Geschehen des Landkreises Fürstenfeldbruck gibt es Grund zur Freude: Der SV Puch hat die Meisterschaft in der B-Klasse erreicht und sich somit den lang ersehnten Aufstieg in die A-Klasse gesichert. Trainer Daniele Rachella hat mit Geschick aus einer zusammengewürfelten Mannschaft eine schlagkräftige Truppe geformt, deren letzter Auftritt in der A-Klasse schon eine gefühlte Ewigkeit zurückliegt. Präsident Günther Dallmair, der sich kaum an diese Zeit erinnern kann, freut sich über den weiteren Aufschwung seines Vereins, der in der vorherigen Saison nur knapp dem Abstieg in die C-Klasse entging. Das Meisterstück wurde mit einem souveränen 2:0-Sieg in Mammendorf vier Spieltage vor Saisonende besiegelt, wie Merkur berichtet.

Ein Grund für den Aufstieg sind zweifelsohne die Tore von Miralem Brkic, der mit 23 Treffern zum Torschützenkönig der Pucher avancierte. Besonders bemerkenswert ist, dass die Spieler beim SV Puch kein Geld erhalten. „Wir sind wie eine Familie“, betont Dallmair, der überzeugt ist, dass das Team spirit und Zusammenhalt großschreibt. Im Laufe der Saison stießen auch neue Spieler zur Mannschaft, und der gesamte Verlauf war tadellos, abgesehen von einem Tiefpunkt: Ein Spielabbruch in Schöngeising nach vier Platzverweisen sorgte für Aufregung, konnte aber intern aufgearbeitet werden. Seitdem hat es keine ähnlichen Vorfälle mehr gegeben.

Zukunftsvisionen und Herausforderungen

Nun richtet der Verein den Blick nach vorne. Dallmair zeigt sich optimistisch, dass die wichtigsten Spieler bleiben und der Klassenerhalt in der A-Klasse gelingen kann. Das Saisonziel lautet, möglichst schnell nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, um der Jugend eine sportliche Perspektive zu bieten. Laut den neuesten Ergebnissen benötigen die Pucher noch drei Punkte zum endgültigen Aufstieg in Gruppe eins, während die anderen Mannschaften um die restlichen Plätze kämpfen. In einem fulminanten Spiel besiegte Puch den FC Landsberied II mit 8:4, was die Aufstiegsambitionen weiter untermauert. Hierbei konnten sich Miralem Brkic und Rurhan Ferik jeweils zweimal in die Torschützenliste eintragen und den Grundstein für den Erfolg legen. In der ersten Halbzeit führte Puch bereits 4:1.

Anderswo in der B-Klasse gab es gemischte Ergebnisse: Der TSV Jesenwang musste sich gegen Kottgeisering geschlagen geben, was ihren Aufstiegsträumen einen Dämpfer verpasste, während der TSV Gernlinden von dieser Niederlage profitierte und seinen Vorsprung ausbauen konnte. Für die anderen Mannschaften, wie den SV Mammendorf und den VfL Egenburg II, halten sich weiterhin theoretische Aufstiegschancen, was den Wettbewerb zusätzlich anheizt.

Vereinsentwicklung im Fokus

<pNeben den sportlichen Erfolgen ist die Vereinsentwicklung von zentraler Bedeutung. Die Themen Mitgliedergewinnung und -erhaltung stehen nicht nur beim SV Puch auf der Agenda. Ein Beispiel dafür ist der TSV Ründeroth, der sich im Rahmen eines Vereinsdialogs intensiv mit seiner Zukunft beschäftigt. Der Verein hat in seiner Fußballabteilung 298 Mitglieder, die größte Abteilung des Vereins, jedoch ist der demografische Wandel auch dort spürbar: Es fehlen junge Mitglieder in der Altersklasse von 14 bis 18 Jahren. Um dieser Lücke entgegenzuwirken, wurden Vorschläge wie die Einführung eines Kindertrainerzertifikats für jugendliche Mitglieder diskutiert. Die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Entwicklung sind gegeben: Der TSV Ründeroth verfügt über einen Kunstrasenplatz und möchte diese Anlagemöglichkeiten auch für Vereinsmarketing nutzen, wie fvm.de berichtet.

<pEs zeigt sich: Ob im sportlichen oder im organisatorischen Bereich – im Landkreis Fürstenfeldbruck sind die Vereine aktiv und motiviert, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Die Erfolge des SV Puch können daher als Vorbild für andere dienen und zeigen, wie wichtig Zusammenhalt und gemeinsames Zielstrebigkeit sind.