In Bayern geht es voran in Sachen erneuerbare Energien: Das Landratsamt Dachau hat grünes Licht für gleich zwei Windparks gegeben. Dabei werden insgesamt neun Windkraftanlagen im Landkreis Dachau errichtet, die sowohl für die lokale Energieversorgung als auch für die Klimaziele von großer Bedeutung sind. Besonders hervorzuheben sind der „Windpark Vierkirchner Holz“ und der „Windpark Dachau“, die zusammen einen deutlichen Schritt in Richtung nachhaltige Energiegewinnung markieren. Laut Merkur umfasst der Windpark Vierkirchner Holz vier Windräder, die sich über die Gemeinden Röhrmoos, Biberbach und Schönbrunn erstrecken. Der andere Windpark, gelegen in Sulzemoos und Schwabhausen, beinhaltet fünf Windkraftanlagen und wird in den Gemarkungen Sulzemoos, Oberroth und Schwabhausen realisiert.
Für beide Windparks sind die Windkraftanlagen des Typs Enercon E-175 EP5 E2 eingeplant. Mit einer beeindruckenden Nabenhöhe von 174,5 Metern und einer Gesamthöhe von 262 Metern pro Anlage wird eine Nennleistung von jeweils 7 Megawatt erreicht. Einmal in Betrieb genommen, sind die Windräder in der Lage, signifikante Mengen an Strom zu erzeugen und tragen somit erheblich zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei.
Bürgerengagement und Mitspracherecht
Besonders erfreulich ist die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft „Bürgerenergie Röhrmoos-Vierkirchen eG“, die dazu dient, die Bürger der betroffenen Gemeinden und Waldbesitzer aktiv in die Projekte einzubeziehen. Informationsveranstaltungen zur Bürgerbeteiligung fanden bereits im Sportheim in Vierkirchen statt. Auch in Sulzemoos wird eine aktive Bürgerbeteiligung an dem Windpark angestrebt, was zeigt, dass die Verantwortlichen großen Wert auf lokale Mitgestaltung legen.
Die geplante Inbetriebnahme des Windparks Vierkirchner Holz ist für Sommer oder Herbst 2028 avisiert, abhängig von den Ergebnissen der EEG-Ausschreibung. In diesem Zusammenhang sind alle Genehmigungsanträge im Juni 2025 beim Landratsamt eingereicht worden. Hierzu wurden umfangreiche Gutachten erstellt, die Aspekte wie Lärmemissionen, Schattenwurf und Naturschutz berücksichtigen.
Zusätzliche Windkraftprojekte
Aber das ist noch nicht alles: Im Riedholz an der Gemeindegrenze zwischen Haimhausen und Röhrmoos sind ebenfalls drei Windkraftanlagen geplant. Diese erhalten bereits mit Genehmigung vom 3. Juli 2024 grünes Licht vom Landratsamt Dachau. Hier kommen die Anlagen des Typs Vestas V172 zum Einsatz, die eine Nennleistung von 7,2 MW pro Stück aufweisen. Laut neovis-energie sollen diese Windräder um etwa 39,7 Mio. kWh Strom jährlich erzeugen – was für rund 10.000 Vier-Personen-Haushalte reicht. Der Baubeginn für dieses Projekt wird im Jahr 2025 erwartet, mit einer geplanten Inbetriebnahme bereits im Jahr 2026.
Die Windkraftanlagen beginnen ihren Betrieb ab einer geringen Windgeschwindigkeit von 3 m/s und erreichen ihre volle Leistung bei 13 m/s. Vorausgesetzt die Windbedingungen sind günstig, kann mit einem hohen Ertrag gerechnet werden, der durch garantierte Einspeisevergütungen abgesichert ist. Die Standortgemeinden können sich zudem am Gewinn der Betreibergesellschaft beteiligen.
Mit all diesen Maßnahmen zeigt Bayern, dass es sich aktiv für eine grüne Zukunft einsetzt und gleichzeitig die Bürger in den Mittelpunkt dieser wichtigen Projekte stellt. Besser könnte man es nicht machen – auch im Sinne des Klimaschutzes!