Am 1. März 2026 fand in Coburg eine FDP-Wahlkampfveranstaltung im „Goldenen Kreuz“ statt, die großes Interesse auf sich zog. Michael Stoschek, Gesellschafter von Brose und selbst Mitglied der FDP, war einer der prominenten Gäste. Trotz des frühlingshaften Wetters Ende Februar fanden sich zahlreiche Besucher ein, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Stoschek sprach in einem Gespräch mit dem Bezirksvorsitzenden Thomas Nagel und äußerte dabei seine zurückhaltende öffentliche Meinung zu aktuellen Themen.
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Michael Stoschek: Ein Unternehmer mit großer Verantwortung
Michael Stoschek wurde am 11. Dezember 1947 in Coburg geboren und ist als Unternehmer in der Automobilindustrie bekannt. Er ist nicht nur Gesellschafter, sondern auch Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose Fahrzeugteile SE & Co. KG. Stoschek ist der Erbe des Wehrwirtschaftsführers Max Brose und übernahm bereits im Alter von 23 Jahren, 1971, die Geschäftsführung des Familienunternehmens. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte Brose 1.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von 50 Millionen DM.
Unter seiner Führung wuchs das Unternehmen bis Ende 2005 auf 2,2 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigte 9.000 Mitarbeiter. 2005 übergab er die Geschäftsleitung an Jürgen Otto, der das Unternehmen bis Ende 2017 weiter auf 6,3 Milliarden Euro Umsatz und 23.000 Mitarbeiter führte. Für seine Verdienste wurde Stoschek 2005 und 2014 zum Familienunternehmer des Jahres gewählt. Für weiterführende Informationen über seine Karriere, besuchen Sie bitte diesen Link.
Engagement und Auszeichnungen
Stoschek ist nicht nur im unternehmerischen Bereich aktiv, sondern engagiert sich auch stark in sozialen und kulturellen Projekten. In seiner Heimatgemeinde Ahorn errichtete er mehrere soziale Einrichtungen und wurde zum Ehrenbürger ernannt. Zudem ist er Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Weltkulturerbe in Bamberg und wurde mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Sein soziales Engagement zeigt sich auch in der Unterstützung gemeinnütziger Zwecke, die er seit seinem Austritt aus der evangelischen Kirche im Jahr 1974 finanziert. Dies geschah mit dem Geld, das er durch die nicht mehr zu zahlende Kirchensteuer einsparte. Stoschek stellte 2012 nach einem verheerenden Feuer in der Coburger Altstadt fünf Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung. Mehr Informationen über seine Verdienste finden Sie auch hier.
Kontroversen und persönliche Interessen
Trotz seiner Erfolge bleibt Stoschek nicht von Kontroversen verschont. 2015 musste er sich vor Gericht verantworten wegen Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauch, wobei das Amtsgericht Coburg einen Strafbefehl über 1,65 Millionen Euro erließ. Das Verfahren wurde jedoch gegen Zahlung von 150.000 Euro eingestellt. Auch in der Politik hat er für Aufsehen gesorgt: 2021 trat er aus der CSU aus, was er mit mangelnder Unterstützung für den Ausbau der Bundesstraße 4 begründete.
Privat ist Stoschek seit 1972 verheiratet und hat eine Tochter, Julia, sowie einen Sohn, Maximilian. Neben seiner unternehmerischen Laufbahn war er auch sportlich aktiv und wurde mehrfacher Bayerischer Meister im Springreiten sowie Europameister im Rallyesport im Jahr 2006.