Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

Am 11. August 2025 war es soweit: Die Stadt Coburg hat einen heißen Termin auf dem Marktplatz eingeplant. An diesem Tag drehte sich alles um das Thema Hitze, und das nicht ohne Grund. Bei tropischen Temperaturen fand eine Hitze-Aktion statt, die bis 17 Uhr Aufschluss über die aktuellen Bedingungen und deren Auswirkungen geben sollte. Ein Highlight der Veranstaltung war der Einsatz einer Wärmebildkamera, um die Temperaturen verschiedener Oberflächen zu messen.

Die Ergebnisse waren deutlich und alarmierend. So erreichten die hellen Pflastersteine auf dem Marktplatz eine Temperatur von 30 Grad Celsius, während die dunklen Platten sogar bis auf 35 Grad Celsius erhitzten. Besonders heiß wurde es in der Nähe des Denkmals „Albert“: Um 11:30 Uhr zeigte das aus Bronze gefertigte Denkmal stolze 50 Grad Celsius, während die Lufttemperatur bei etwa 25 Grad lag. Wolfram Haupt, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, war vor Ort und erklärte, dass Metall nur schwer messbar sei, da sich die Temperaturen bei verschiedenen Materialien unterschiedlich verhalten. Er wies darauf hin, dass man hier mit deutlich wärmeren Werten am Nachmittag rechnen musste.

Hitzeaktionsplan der Stadt

Die Hitzeproblematik ist für Coburg kein neues Thema; bereits im vergangenen Jahr hat die Stadt einen umfassenden Hitzeaktionsplan veröffentlicht. Dieser Plan umfasst gezielte Maßnahmen, um die Stadt und ihre Bewohner vor extremen Temperaturen zu schützen. So wurden unter anderem Hitzesensoren installiert, die aktuelle Temperaturdaten für zahlreiche Orte in der Innenstadt liefern. Diese Informationen sind auf der städtischen Website abrufbar und werden durch eine spezielle Karte ergänzt, die schattige Parks und historische Gebäude zeigt, die als Abkühlungsorte dienen können.

In-article Werbung
In-article Werbung

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Hitzeaktionsplans ist der Hitzeknigge, der in großer Schrift vor allem für Senioren gestaltet wurde. Dieser beantwortet viele Fragen zum Verhalten an heißen Tagen und zeigt auf, wo in der Stadt Trinkbrunnen zu finden sind. Diese Brunnen, die während der Sommerhitze besonders markant gekennzeichnet werden, bieten kostenloses Trinkwasser für alle. Unterstützung erhält die Stadt durch den Sprayer Alex Reuther, der zur kreativen Gestaltung beiträgt.

Schutz für ältere Menschen

Besonderes Augenmerk wird im Hitzeaktionsplan auf den Schutz älterer Menschen gelegt, die in der Regel anfälliger für die Auswirkungen von Hitze sind. Aufgrund des weltweiten Temperaturanstiegs ist es an der Zeit, sich für die Zukunft zu wappnen. Coburg hat daher auch Maßnahmen beschlossen, die sich in das Integrierte Stadtklimakonzept einfügen. Dies umfasst die Identifizierung von Hitzeinseln sowie die Pflanzung von Bäumen und die Schaffung von grünen Kleinoasen, um ein angenehmeres Stadtklima zu schaffen.

Die Bemühungen um einen nachhaltigen Umgang mit der Hitze zeigen sich auch in konkreten Aktionen, wie der Begrünung des Freiherr-von-Stockmar-Platzes und der Umgestaltung des Demo (Heimatring) zu einem klimaneutralen Wohnviertel. Zudem ist die Aufforstung der Stadtwälder ein weiterer Schritt, um den Klimaschutz zu fördern und die Stadt auf extreme Wetterlagen besser vorzubereiten. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen auch in Zukunft Früchte tragen und die Stadt ein angenehmerer Ort zum Leben wird, selbst an heißen Tagen.

Mehr zu den aktuellen Temperaturen und Schutzmaßnahmen in Coburg erfahren Sie unter NP Coburg und Wiesentbote.