Im Landkreis Cham war die vergangene Woche für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten alles andere als ruhig. In der Zeit von Dienstag bis Samstag kam es zu zahlreichen Verkehrsunfällen, die ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft erforderten. Diese unfallreiche Woche zeigt erneut die Herausforderungen, vor denen die Rettungskräfte stehen, insbesondere bei plötzlichen Wetterwechseln.
Am Dienstag, dem 18. November 2025, begann die Woche mit einem Verkehrsunfall in Chamerau um 13:32 Uhr, bei dem glücklicherweise keine Personen eingeklemmt waren. Jedoch stellte ein weiterer Unfall in Vilzing um 17:26 Uhr die Einsatzkräfte vor eine größere Herausforderung – hier war eine Person im Fahrzeug eingeklemmt und benötigte dringend Hilfe.
Schnee sorgt für Chaos
Der Donnerstag, 20. November, war gekennzeichnet durch den ersten Schneefall des Jahres, was offenbar zu einer Reihe von Unfällen in und um Bad Kötzting führte. Frühmorgens um 06:09 Uhr kollidierte ein LKW mit einem PKW bei Gadsdorf, was dazu führte, dass insgesamt drei PKWs und ein LKW betroffen waren. Die Feuerwehr sperrte die Unfallstelle und sorgte für Sicherheit. Kurz darauf, um 06:31 Uhr, war Verkehrslenkung nach einem weiteren Unfall in Grafenwiesen gefragt.
Ein weiterer dramatischer Einsatztag folgte am Freitag, dem 21. November. Um 12:44 Uhr kam es zu einem schweren Verkehrsunfall in Willmering, bei dem zwei PKWs frontal zusammenprallten. Die Rettungskräfte mussten mit technischem Gerät arbeiten, um die Insassen zu befreien. Fast zeitgleich ereignete sich ein Unfall zwischen einem Rüstwagen der Freiwilligen Feuerwehr Cham und einem Notarztfahrzeug, bei dem beide Fahrzeuge erheblich beschädigt wurden.
Rauch und weitere Einsätze
Am Samstag, dem 22. November, standen die Einsatzkräfte erneut auf Abruf, als um 15:39 Uhr ein Verkehrsunfall mit mehreren PKWs auf der B20 bei Kothmaißling gemeldet wurde. Später in der Nacht trat um 23:19 Uhr ein weiterer Einsatz aufgrund von Rauchentwicklung an einem Gebäude in Cham auf.
Diese Reihe von Einsätzen unterstreicht die fortwährenden Herausforderungen für die Rettungsdienste im Landkreis. Insbesondere in Zeiten von Schnee und glatten Straßen sind die Unfallzahlen* erheblich, was auf die erwähnten Schwierigkeiten zurückzuführen ist. Laut einer Statistik gab es 2024 in Deutschland rund 2,5 Millionen Straßenverkehrsunfälle, eine Zahl, die immer noch besorgniserregend ist, auch wenn sie einen Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren zeigt. Dennoch blieben die Menschen auf den Straßen nicht ohne Risiko, denn Statistiken belegen, dass ungenügender Abstand und nicht angepasste Geschwindigkeit häufige Unfallursachen sind.
Interessanterweise zeigen Daten aus der Vergangenheit, dass die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland von 19.193 im Jahr 1970 auf 2.770 im Jahr 2024 gefallen ist, was auf die erfolgreiche Arbeit der Verkehrsminister und die Bemühungen um Verkehrssicherheit zurückzuführen ist. Dennoch bleibt es eine Herausforderung, die Vision Zero – das Ziel von null Verkehrstoten bis zum Jahr 2050 – zu erreichen, zumal menschliche Fehler wie Unaufmerksamkeit nach wie vor eine bedeutende Rolle spielen.
Die Berichte über die Einsätze der Feuerwehren in Cham zeigen eindrücklich, wie wichtig es ist, zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Unterdessen arbeitet man weiter daran, das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen und die Infrastruktur zu verbessern, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
Weitere Details zu den Einsätzen können auf der Seite des Kreisfeuerwehrverband Cham und dem Feuerwehrmagazin nachgelesen werden.