Die Verkehrssicherheit im Landkreis Cham steht erneut im Fokus. Am Donnerstag führte die Verkehrspolizei umfassende Geschwindigkeitskontrollen durch, die sowohl in Cham als auch in Traitsching stattfanden. Dabei wurden insgesamt 98 Verkehrsteilnehmer beanstandet, wie die Mittelbayerische berichtete.
Die Kontrollen auf der B85 in Cham fanden zwischen 16 und 20 Uhr statt, und die Ergebnisse waren alarmierend. 54 Fahrer durften sich nicht über die Geschwindigkeitsregeln hinwegsetzen. Für 32 von ihnen endete das Ganze mit einem Verwarnungsgeld, während 22 in ein Bußgeldverfahren einbezogen wurden. Die Höchstgeschwindigkeit, die dabei gemessen wurde, betrug stolze 143 km/h bei erlaubten 100 km/h.
Morgens zwischen 8 und 12 Uhr kontrollierte die Polizei dann auf der B20 in Traitsching. Hier wurden 44 Verkehrsteilnehmer wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen zur Rede gestellt. 27 erhielten eine Verwarnung, und 17 müssen mit einem Bußgeld rechnen. Auch hier wurde mit 142 km/h eine erschreckende Geschwindigkeit gemessen.
Rechtsgrundlagen der Geschwindigkeitskontrollen
Aber warum werden solche Kontrollen überhaupt durchgeführt? Geschwindigkeitsmessungen sind nicht nur ein Spaß für die Polizei, sondern tragen entscheidend zur Verkehrssicherheit bei. Sie basieren auf rechtlichen Grundlagen, die das Straßenverkehrsgesetz (StVG) und die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) regeln. Diese Gesetze definieren die Verkehrsregeln und die Konsequenzen bei deren Missachtung, so die Experten von Rechtecheck. Dabei kommen verschiedene Messtechniken zum Einsatz, wie beispielsweise Radar, Laser und Videonachfahrsysteme.
Wichtig für die rechtliche Gültigkeit der Messungen ist, dass sie ordnungsgemäß dokumentiert und von geschultem Personal durchgeführt werden. Dabei spielt auch die Eichung der Gerätschaften eine essentielle Rolle. Verkehrsteilnehmer haben das Recht, Messprotokolle einzusehen und die Messungen überprüfen zu lassen.
Die Folgen von Geschwindigkeitsüberschreitungen
Die Frage, was bei Geschwindigkeitsüberschreitungen auf die Fahrzeugführer zukommt, sollte sich jeder Autofahrer gut überlegen. Nach dem aktuellen Bußgeldkatalog können Verstöße ernsthafte rechtliche Konsequenzen haben. Das gesunde Autofahren ist mehr als nur eine Empfehlung – es ist eine Pflicht. Missachtungen, wie das Fahren ohne Anschnallgurt oder unter Missachtung der Geschwindigkeitsbegrenzungen, können nicht nur Bußgelder nach sich ziehen, sondern auch Punkte im Fahreignungsregister. Ein vollständiges Bild der möglichen Bußgelder zeigt sich in der Tabelle unten.
| Verstoß | Bußgeld |
|---|---|
| Fahren über 100 km/h | Bußgeld abhängig von der Überschreitung bis zu 600 € |
| Anschnallpflicht | 30 € (ein Kind), 60 € (mehrere Kinder) |
| Winterreifenpflicht | 60 € – 120 € |
Die Verkehrssicherheitsarbeit setzt nicht nur auf Kontrollen, sondern auch auf Aufklärung und Prävention. Maßnahmen zoals Aufklärungskampagnen oder die Verkehrserziehung für Kinder sind ebenfalls von großer Bedeutung. Schließlich startet die Verkehrserziehung in der 4. Klasse und soll Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr vorbereiten.
Wenn sich also in den nächsten Wochen wieder ein Polizeiwagen an die Straße stellt, sollte damit gerechnet werden, dass er mehr als nur darüber wacht, dass alle Teilnehmenden des Straßenverkehrs sicher ans Ziel kommen.
Über Geschwindigkeitsmessungen und deren rechtlichen Rahmen wollen wir alle gut informiert sein. Schließlich geht es nicht nur um Bußgelder, sondern um unser aller Sicherheit auf der Straße.



