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Heute, am 4.03.2026, fand in der Stadthalle Roding eine Informationsveranstaltung unter der Leitung von Stabsfeldwebel Thomas Klapper statt. Diese richtete sich an Reservisten und Vertreter befreundeter Verbände und hatte das Ziel, das Jahresausbildungsprogramm für 2026 vorzustellen. Organisiert wird dieses Programm durch die Bundeswehr in Zusammenarbeit mit dem VdRBw e.V. in der Kreisgruppe Oberpfalz/Ost. Die Veranstaltung erwies sich als Plattform, um sowohl militärische als auch soziale Aspekte der Reservistenarbeit zu beleuchten.

Das Ausbildungsprogramm umfasst eine breite Palette von Aktivitäten, die nicht nur militärische, sondern auch sportliche und allgemeine Elemente beinhalten. Geplante Maßnahmen sind unter anderem Waffen- und Schießausbildungen, Sanitätsdienste, erweiterte Erste-Hilfe-Ausbildungen, Märsche, sportliche Aktivitäten, Gefechtsdienste sowie Ausbildungsmaßnahmen im Gebirge. Ein besonders wichtiger Punkt ist die Schwerpunktsetzung auf die „Ausbildung Ungedienter“, also für Bürger ohne militärische Erfahrung, die sich für den Reservistendienst interessieren. Dies ist Teil der Bemühungen, die Einsatzbereitschaft der Reservisten zu fördern und ihre Rolle als Mittler in der Gesellschaft zu stärken.

Neuer Wehrdienst und Anreize

Ab Januar 2026 werden alle jungen Männer des Geburtsjahrgangs 2008 ein Anschreiben mit einem verpflichtenden Fragebogen erhalten. Für Frauen ist die Teilnahme an dem neuen Wehrdienst freiwillig. Um den Dienst in der Bundeswehr attraktiver zu gestalten, werden Anreize wie eine ansprechende Vergütung, eine qualitativ hochwertige Ausbildung sowie Zuschüsse für Führerscheine (Pkw, Lkw) angeboten. Hauptmann Jäger vom Karrierecenter der Bundeswehr in Regensburg informierte die Anwesenden über die verschiedenen Möglichkeiten, die der Dienst bietet.

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Die Veranstaltung wurde durch Ehrengäste wie Kreisorganisationsleiter Gottfried Beraus, seine Vorgängerin Helga Reiter sowie Egon Klein und Manfred Göttlinger vom Bayerischen Soldatenbund bereichert. Die Vertreter der Kreisgruppe Oberpfalz Ost, Rainer Weiß und sein Nachfolger, informierten ebenfalls über die geplanten Veranstaltungen. Der hohe Stellenwert der Kameradschaft im Landkreis Cham wurde betont, da sie als Fundament der Reservistenarbeit aktiv gepflegt wird.

Fortsetzung der Ausbildung für Ungediente

Die Ausbildung für ungediente Personen zur Reservistenbildung wird seitens des Verteidigungsministeriums fortgesetzt. Eine Sprecherin bestätigte, dass die Ausbildung auch nach 2026 weitergeführt wird, um Männer und Frauen, die noch nie bei der Bundeswehr gedient haben, für den Einsatz im Bedarfsfall auszubilden. Seit dem Beginn dieses Modells im Jahr 2018 haben über 5.000 Personen die Ausbildung begonnen, jedoch haben nur etwa 1.250 sie erfolgreich abgeschlossen. Die geringe Abschlussquote wird teilweise darauf zurückgeführt, dass die formale Qualifikation oft erst während der Reservedienstleistungen anerkannt wird.

Die Ausbildung umfasst militärische Grundlagen wie Waffentechnik, Orientierung und Wachdienst. Die Heimatschutzdivision, die aktuell etwa 6.700 Dienstposten umfasst, wird als zentral für die logistische Unterstützung der NATO im Falle eines Angriffs auf das Bündnisgebiet im Osten angesehen. Generalmajor Andreas Henne, Kommandeur der Heimatschutzdivision, betont den fortlaufenden Aufbau und die Beschaffung von Material und Personal, während Drohnen als zentrale Herausforderung identifiziert werden. Systeme zur Drohnenabwehr sowie eigene Drohnen sind für die Division geplant.

Ausblick und Bedeutung der Reservistenarbeit

Die Informationsveranstaltung in Roding zeigte eindrucksvoll die lebendige und zukunftsorientierte Reservistenarbeit mit einem vielseitigen Ausbildungsprogramm und neuen Konzepten zur Nachwuchsgewinnung. Die fortgesetzte Ausbildung ungedienter Personen wird von vielen als eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der Reserve angesehen. Trotz der kritischen Stimmen, die den hohen Ausbildungsaufwand bemängeln, bleibt die Bedeutung der Reservisten für die Heimatschutzverbände und die Gesellschaft unbestritten.

Für weitere Informationen zur Veranstaltung und dem Ausbildungsprogramm können Interessierte die offizielle Seite des Reservistenverbands besuchen, sowie aktuelle Entwicklungen zur Ausbildung ungedienter Personen auf BR.de nachlesen.