Heute ist der 23.02.2026 und die Region um Cham sieht sich aktuell mit steigenden Flusspegeln konfrontiert. Regen und Tauwetter haben dazu geführt, dass die Wasserstände an der Donau und am Regen ansteigen. In Regensburg gibt es jedoch eine leichte Entwarnung: Der Pegel der Donau steigt, wird aber voraussichtlich weniger dramatisch ausfallen als zunächst befürchtet. Trotz dieser positiven Nachricht müssen einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

So wird der Fährbetrieb der Donaufähre „Posching“ zwischen Mariaposching und Stephansposching von Dienstag, 24. Februar, bis Donnerstag, 26. Februar, eingestellt. In Cham erreichte der Wasserstand am Montag sogar Meldestufe 3, was zu Überschwemmungen von Feldern, Bäumen und Parkbänken führte. Autofahrer blieben im Hochwasser stecken; die Feuerwehr musste in einem Fall sogar einen Mann mit einem Boot retten. Warnschilder sind bereits am Ortseingang von Blaibach aufgestellt, und der Radweg zwischen Blaibach und Miltach ist unpassierbar.

Aktuelle Pegelstände

Die Pegelstände in der Region zeigen besorgniserregende Werte. Im Kurpark von Bad Kötzting ist der Weiße Regen über die Ufer getreten, während in Roding das Wasser dicht vor der Staatsstraße 2040 steht. Schilder zur Straßensperrung sind bereit, und der Großparkplatz in Roding wurde bereits gesperrt. Auch die Flussbühne ist dort untergegangen. In Cham überflutet das Wasser den Spielplatz bei der Florian-Geyer-Brücke und schwappt über Fahrbahnen. Zudem hat es in Cham erneut stärker geregnet.

Die Pegelstände der Donau sind in verschiedenen Orten unterschiedlich. In Regensburg liegt der Pegel an der Eisernen Brücke bei 386 cm, was 62% über dem Mittelwert ist. Der Pegel in Schwabelweis erreicht 415 cm, was 33% über dem Mittelwert bedeutet. Weitere relevante Pegel sind unter anderem:

  • Günzburg u.d. Günzmündung: 154 cm (31% über dem Mittelwert)
  • Dillingen: 334 cm (20% über dem Mittelwert)
  • Donauwörth: 289 cm (186% über dem Mittelwert)
  • Ingolstadt: 320 cm (60% über dem Mittelwert)
  • Passau: 612 cm (27% über dem Mittelwert)

Hochwasser und seine Ursachen

Hochwasserereignisse sind in der öffentlichen Wahrnehmung oft präsenter als mittlere Abfluss-Schwankungen. Die Zeitreihe seit 1961 zeigt, dass solche Ereignisse unterschiedliche Ausprägungen haben können. Besonders im Winter treten Hochwasserereignisse häufig auf, oft ausgelöst durch anhaltende Niederschläge oder Tauwetterlagen. Die aktuellen Wetterbedingungen in Cham könnten somit Teil eines größeren Musters sein, das durch regionale Witterungskonstellationen beeinflusst wird.

Dabei ist es wichtig zu beachten, dass Hochwasserereignisse nicht einfach mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden können. Atmosphärenbedingungen und Großwetterlagen variieren stark, und während der Klimawandel potenziell das Risiko für Starkregen erhöhen könnte, sind einzelne Hochwasserereignisse oft nicht direkt darauf zurückzuführen. Dennoch hat die zunehmende Versiegelung, Bodenverdichtung und die Begrenzung natürlicher Überflutungsflächen einen Einfluss auf das Hochwassergeschehen, wie auch das Umweltbundesamt anmerkt.

Für die Region bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt. Die Behörden sind jedoch gut vorbereitet und arbeiten daran, die Bevölkerung zu schützen. Bleiben Sie informiert und beachten Sie die Warnhinweise!

Weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen finden Sie in dem Artikel auf Mittelbayerische und die genauen Pegelstände auf Wetteronline.