Wo liegt die Geschwindigkeit im Landkreis Cham? Am 15. April 2026 heißt es wieder: Fuß vom Gas! Der bundesweite Blitzmarathon ist eine wichtige Initiative der Polizei, um Verkehrsteilnehmer für die Gefahren von Geschwindigkeitsüberschreitungen zu sensibilisieren. In Bayern, und damit auch im Landkreis Cham, wird der Blitzmarathon Teil der europaweiten „Speedweek“ sein, die vom 13. bis zum 19. April 2026 ausgerufen wird. Diese Aktion richtet sich besonders an Stellen, an denen oft Unfälle geschehen oder in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Bushaltestellen, wo besonders verletzliche Gruppen unterwegs sind.

Die Polizei wird mit zahlreichen Kontrollstellen im Landkreis Cham präsent sein. Diese stehen nicht nur an verkehrsbelasteten Stellen wie Bundes- und Staatsstraßen, sondern auch in innerörtlichen Geschwindigkeitszonen mit Tempo 30. Die Kontrollen dienen nicht nur zur Einhaltung der Geschwindigkeitslimits, sondern auch dem Ziel, die Bevölkerung langfristig für die Sicherheitsrisiken überhöhter Geschwindigkeit zu sensibilisieren. Zu schnelles Fahren ist nach wie vor eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle, wie idowa.de berichtet.

Messstellen im Landkreis Cham

Die detaillierte Liste der Messstellen für den Blitzmarathon 2026 umfasst eine Vielzahl von Orten und Geschwindigkeitsbegrenzungen:

  • Staatsstraße 2146 bei Rettenbach-Ruderszell: 70 km/h außerorts
  • Falkensteiner Straße in Michelsneukirchen: 50 km/h innerorts
  • Knöbling bei Schorndorf: 50 km/h innerorts
  • Staatsstraße 2132 in Bad Kötzting: 50 km/h innerorts
  • Staatsstraße 2650 bei Stadlhof in Roding: 60 km/h außerorts
  • Kreisstraße CHA 49 bei Hauser Mühlberg in Bad Kötzting: 60 km/h außerorts
  • Ortsteil Bärndorf an Kreisstraße CHA 10 in Chamerau: 50 km/h innerorts
  • Ortsteil Roßbach an Staatsstraße 2132 in Chamerau: 60 km/h außerorts
  • Bundesstraße 16 bei Walderbach: 100 km/h außerorts
  • Nordgaustraße beim Kindergarten in Cham: 30 km/h innerorts
  • … und viele mehr!

Die Mess standorte werden im Voraus bekanntgegeben, sodass Autofahrer sich gut vorbereiten können. Auch die Teilnahme an dieser Aktion ist nicht nur eine Möglichkeit, sich mit dem Thema Geschwindigkeit auseinanderzusetzen, sondern auch ein gutes Geschäft für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Die Regeln der Geschwindigkeit

Wie der ADAC und andere Organisationen betonen, stehen die Kontrollen nicht nur unter dem Motto „Bußgeld fangen“. Es geht vor allem darum, das Bewusstsein für die Gefahren des Übertreffens der Geschwindigkeit zu schärfen. Verstöße werden im Rahmen des neuen Bußgeldkatalogs 2026 geahndet, der erhebliche Strafen, Punkte in Flensburg und sogar Fahrverbote vorsieht. Für Geschwindigkeitsmessungen gelten dabei Toleranzabzüge, die Autofahrern helfen, sich auf die neuen Regelungen einzustellen. So werden beispielsweise bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h 3 km/h abgezogen.

Die Verkehrssäuberung wird koordiniert durch das europäische Verkehrspolizei-Netzwerk ROADPOL und zeigt bereits jetzt eine positive Wirkung auf die Sicherheit im Straßenverkehr. Studien belegen, dass die Unfallzahlen an den Tagen des Blitzermarathons um bis zu 7,5% sinken, auch wenn Kritiker die Nachhaltigkeit dieser Effekte anzweifeln. Schließlich wird auch für diese Speedweek ein weiterer Blitzmarathon im August stattfinden, der das Thema Geschwindigkeitskontrollen weiterhin im Fokus hält.

Wer sich über die Messstellen und aktuellen Entwicklungen informieren möchte, sollte lokale Nachrichten und offizielle Polizeimeldungen im Auge behalten. Und denk daran, Blitzer-Apps und Radarwarner sind während der Fahrt in Deutschland verboten – eine Ordnungswidrigkeit, die mit 75 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet wird.

Informiere dich also rechtzeitig, fahre sicher und pass auf, wo du das Gaspedal betätigst!