Wimmer vs. Kern: Wer löst die Krise im Berchtesgadener Landkreis?

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Nachberichterstattung zur Landratswahl im Berchtesgadener Land: Bartl Wimmer der Grünen diskutiert zentrale Themen wie Wohnungsbau und ÖPNV.

Nachberichterstattung zur Landratswahl im Berchtesgadener Land: Bartl Wimmer der Grünen diskutiert zentrale Themen wie Wohnungsbau und ÖPNV.
Nachberichterstattung zur Landratswahl im Berchtesgadener Land: Bartl Wimmer der Grünen diskutiert zentrale Themen wie Wohnungsbau und ÖPNV.

Wimmer vs. Kern: Wer löst die Krise im Berchtesgadener Landkreis?

Was lässt sich über die kommende Landratswahl im Berchtesgadener Land berichten? Bartl Wimmer, der grüne Kandidat und ehemalige Unternehmer, steht im Rampenlicht. Gemeinsam mit der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Katharina Schulze, diskutierte er Themen wie Klinikpolitik, den ÖPNV und vor allem die Herausforderungen im Wohnungsbau. Das Landratsamt befindet sich in einer schweren Lage, nicht zuletzt durch die finanziellen Schwierigkeiten, die Wimmering thematisiert. Trotz dieser Umstände betont er, dass der Landkreis behandelbar sei und Veränderungen anstehen müssen, um die Situation zu verbessern. Der amtierende Landrat, Bernhard Kern, hat angekündigt, im Jahr 2026 nicht mehr zur Wahl anzutreten, um sich auf die Bürgermeisterposition in Halblech zu konzentrieren.

Wimmers Ansatz ist facettenreich: Er hat bereits den Zweckverband der Tourismusregion stabilisiert und möchte diese Erfahrung im Landratsamt einbringen. Für ihn ist der ÖPNV das größte Problem in der Region. Insbesondere setzt er sich für kostenloses Busfahren für Gäste ein und plant bis Mitte 2027 einen eigenwirtschaftlichen Verkehr. Zudem strebt er den Aufbau eines grenzüberschreitenden Verkehrsverbunds mit Salzburg ab dem 1. Januar 2027 an. Zudem forderte er eine Neuausrichtung der Finanzierung im Klinikverbund Südostbayern, da massive Investitionen in Kliniken und Bildung dringend notwendig sind, jedoch auch finanziell herausfordernd.

Bezahlbarer Wohnraum als Schlüsselfrage

Das Thema Wohnungsbau spielte bei der Diskussionsrunde eine zentrale Rolle. Wimmer hob hervor, dass der Landkreis zwar von großen Herausforderungen geplagt wird, jedoch mit einem gezielten Ansatz beim Wohnungsbau die Lebensqualität nachhaltig verbessert werden kann. Die Notwendigkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wird auch von bundespolitischer Seite zunehmend verstärkt. So plant die Bundesregierung über Erleichterungen für Kommunen und eine Verlängerung der Mietpreisbremse, den Druck auf den Wohnungsmarkt zu lindern. Beispielsweise wurden auch die Forderungen der Grünen und Linken in dieser Hinsicht immer lauter, um soziale Aspekte im Wohnbereich nicht aus den Augen zu verlieren.

Eine Fachkonferenz, die im November 2025 stattfand, diskutierte ähnliche Themen. Experten betonten, dass bezahlbarer Wohnraum eine der zentralen politischen Herausforderungen bleibt, mit einem Fokus auf die hohe Baukosten und die Verfügbarkeit von klimafreundlichen Wohnlösungen. Die Erkenntnisse aus dieser Konferenz unterstreichen den dringenden Bedarf, den Wohnungsbestand effizient zu verteilen und innovative Lösungen zu entwickeln, um die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen. Wimmer geht mit einer positiven Einstellung an die Thematik heran und verweist auf Fortschritte bei Photovoltaik-Projekten, die zur Nachhaltigkeit beitragen können.

Die Herausforderungen im Landkreis

Mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen und die Herausforderungen, denen sich der Landkreis gegenübersieht, wurden auch der Milchpreis, Fußwege bei Straßenprojekten und die Zuständigkeiten in den Blick genommen. Wimmer kämpft dafür, dass der Landkreis trotz der schwierigen ökonomischen Lage handlungsfähig bleibt. Mit rund 500 Mitarbeitern im Landratsamt scheint er bestrebt zu sein, die Effizienz des Behördenapparats zu steigern, um den Herausforderungen adäquat begegnen zu können.

Mit all diesen Themen im Gepäck starten Wimmer und seine Mitstreiter in einen spannenden Wahlkampf, in dem es darum geht, den Landkreis nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten. Die Unterstützung von Schulze zeigt, dass die Grünen auch auf überregionale Expertise setzen, um die lokale Situation zu verbessern. Der Landkreis mag schwer angeschlagen sein, doch mit einem vorausschauenden Ansatz könnte das Blatt gewendet werden.