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Heute ist der 27.03.2026 und im malerischen Berchtesgadener Land fand eine besondere Veranstaltung statt: Waldbaden. Unter der Leitung von Elfriede Wagner, einer zertifizierten Waldbaden-Trainerin, wagten zwei Frauen den Schritt in den Wald bei der Strobl Alm in Anger. An einem frischen Frühlingstag, an dem der Wind durch die Bäume blies, erfuhren die Teilnehmerinnen, was es bedeutet, in die beruhigende Atmosphäre des Waldes einzutauchen.

Das Konzept des Waldbadens, in Japan als „Shinrin-yoku“ bekannt, ist eine Achtsamkeitspraxis, die in den 1980er Jahren entstand. Diese Praxis wurde als Antwort auf die steigende Burnout-Rate entwickelt und hat sich in den letzten Jahren zunehmend als „grüne Medizin“ etabliert, die präventiv und ganzheitlich zur Förderung der Gesundheit beiträgt. Studien, unter anderem von Dr. Qing Li, zeigen die physischen und psychischen Vorteile des Waldbadens, wobei die positiven Effekte bereits nach etwa einer Stunde im Wald spürbar sind.

Die positiven Effekte des Waldbadens

Waldbaden bietet eine Vielzahl an positiven Effekten. Es hilft, den Atem zu beruhigen, den Puls zu verlangsamen und die Muskeln zu entspannen. Auch der Blutdruck sinkt und Stresshormone werden reduziert. Besonders bemerkenswert ist die Erhöhung der Aktivität der natürlichen Killerzellen im Blut, was das Immunsystem stärkt. Dies ist teilweise auf die Terpene zurückzuführen, die von Bäumen produziert werden und antibakterielle sowie entspannungsfördernde Eigenschaften besitzen.

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Die Teilnehmerinnen erlebten während des Waldbadens verschiedene Aktivitäten. Sie lasen Geschichten über den Frühling, schärften ihre Sinne, indem sie die Geräusche und Gerüche des Waldes bewusst wahrnahmen, und interagierten mit der Natur, indem sie beispielsweise Zapfen und Baumrinde berührten. Auch die Konzentration auf die Atmung und die Körperwahrnehmung waren Teil des Programms, das insgesamt zwei Stunden dauerte und den Teilnehmerinnen eine neue Perspektive auf den Wald eröffnete.

Waldtherapie als Gesundheitsförderung

Waldtherapie wird in Rehakliniken, Präventionsprogrammen und Coachingkonzepten eingesetzt. Sie findet Anwendung bei der Burnout-Prävention, bei psychosomatischen Erkrankungen sowie bei Angst- und Erschöpfungszuständen. Zudem unterstützt sie bei der Rehabilitation von Long-COVID und fördert die Resilienz. Interessanterweise wird Waldbaden auch in Schulprogrammen verwendet, um Konzentration und Empathie zu steigern. Die Praxis bietet zudem Raum für spirituelle Erfahrungen und persönliche Reflexion.

Für diejenigen, die selbst Waldbaden möchten, gibt es einige nützliche Tipps: Es wird empfohlen, digitale Geräte zu Hause zu lassen, langsam zu gehen und die Umgebung bewusst wahrzunehmen. Ein Waldbad sollte mindestens zwei Stunden dauern, um seine volle Wirkung entfalten zu können. Dabei ist es wichtig, still zu werden und die Natur zu respektieren.

Waldbaden ist nicht nur eine Rückbesinnung auf die natürliche Verbindung zur Erde, sondern es bietet auch eine wertvolle Möglichkeit zur Verbesserung der mentalen Gesundheit. Die Erkenntnisse aus der Praxis des Waldbadens sind nicht nur für Einzelpersonen von Bedeutung, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt, da sie zu einem besseren Verständnis von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen können.

Für weitere Informationen über die Praxis des Waldbadens und deren Vorteile, besuchen Sie die ausführlichen Artikel auf den Seiten Berchtesgadener Land und Lebensfunken.